Rheinmetall-Aktie: Ist jetzt alles am Ende!?

Rheinmetall rutscht charttechnisch weiter ab, während Branchenrisiken und reduzierte Kursziele den Abstand zu den Analystenerwartungen vergrößern.

Auf einen Blick:
  • Rheinmetall unterschreitet 1.000-Euro-Marke
  • Freitag bringt rund vier Prozent Minus
  • Rüstungswerte leiden unter höheren Kosten
  • Analystenziele bleiben deutlich über Kurs

Rheinmetall hat die Marke von 1.000 Euro inzwischen klar unterschritten. Am Freitag stand ein Minus von rund 4 % auf der Kurstafel. Damit verschärft sich der charttechnische Abwärtstrend weiter. Aus Sicht der Chartanalyse rückt nun sogar der Bereich um 900 Euro wieder näher.

Boden war gefunden worden. Nun ist alles anders

Dort hatte die Aktie bereits Ende Mai einen Boden gefunden. Vorausgegangen war ein massiver Kursverfall: Von mehr als 1.900 Euro zu Jahresbeginn ging es zeitweise bis in die Nähe von 900 Euro. Die anschließende Erholung konnte den längerfristigen Abwärtstrend nicht dauerhaft brechen.

Rheinmetall Aktie Chart

Die aktuelle Schwäche betrifft nicht Rheinmetall allein. Die gesamte Rüstungsbranche steht an den Aktienmärkten unter Druck. Eine Rolle spielen steigende Rohstoffkosten, unter anderem bei Wolfram. Höhere Zinsen verschlechtern zudem die Finanzierungsbedingungen und schüren Sorgen, dass Staaten geplante Rüstungsinvestitionen weniger schnell umsetzen könnten.

Diese Faktoren wiegen an der Börse derzeit schwerer als die Einschätzungen der Analysten. Deren Kursziele wurden teilweise reduziert, liegen aber weiterhin deutlich über dem aktuellen Niveau. Für Rheinmetall ergibt sich damit ein ungewöhnlich großer Abstand zwischen Börsenkurs und Analystenerwartungen. Am Markt dominiert vorerst der Abwärtstrend.

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