Rheinmetall-Aktie: Highlights in Serie!

Die Aktie von Rheinmetall hat sich nach kurzem Aufwärtsmarsch wieder verbilligt. Daran ändern auch die vielen Neuigkeiten auf der Enforce Tac in Nürnberg nichts.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie war nach mehreren Auftragsmeldungen zuletzt gestiegen
  • Seit Freitag aber hat der Rüstungskonzern wieder an Börsenwert eingebüßt
  • Mehrere Neuigkeiten auf der Enforce Tac in Nürnberg setzten keinen Impuls
  • Die Analysten bleiben zuversichtlich, das mittlere Kursziel liegt bei 2.244 Euro

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor dem Wochenende sah es noch richtig gut aus für die Aktie von Rheinmetall. Auf bis zu 1.759 Euro hatten sich die Papiere des Rüstungskonzerns am Handelsplatz Frankfurt geschoben, das entsprach einem Wochenplus von mehr als acht Prozent. Doch der Zugewinn bröckelt, aktuell notiert die Rheinmetall-Aktie bei nur noch wenig mehr als 1.700 Euro. Daran änderten auch die neun (!) Pressemitteilungen des Unternehmens vom Montag nichts. Es geht um die Highlights der Düsseldorfer auf Deutschlands Leitmesse für Sicherheit und Verteidigung.

Zahlreiche Rheinmetall-Neuigkeiten auf Enforce Tac

Denn noch bis zum Mittwoch findet die Enforce Tac in Nürnberg statt – und Rheinmetall ist mit einer ganzen Reihe von Neuheiten vertreten. Ganz vorneweg wird gemeinsam mit Lockheed Martin erstmals auf einer Fachmesse in Deutschland der Fuchs JAGM präsentiert. Der hochbewegliche Raketenjagdpanzer zur Bekämpfung vielfältiger Bedrohungen in den Domänen Land und Luft sei „eine Weltneuheit im Bereich der gepanzerten Gefechtsfahrzeuge“, wie man betont.

Der Fuchs JAGM sei das weltweit erste Fahrzeug mit 24 vertikal startenden Lenkflugkörpern des Typs AGM-179 Joint Air-to-Ground Missile (JAGM) oder AGM-114L Hellfire Longbow von Lockheed Martin. „In Kombination mit seinem hochmodernen Sensorpaket kann er jederzeit multiple Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld aufklären und bekämpfen“, so Rheinmetall

  • Der Fuchs JAGM sei so in der Lage bis zu 24 Kampfpanzer, aber auch Luftziele in schneller Folge ohne Nachladen zu bekämpfen
  • JAGM ist demnach „eine Multisensor-Rakete, welche auch im Boden-Boden und Boden-Luft Einsatz verschossen werden kann“

Rüstungskonzern präsentiert Verteidigungs-Konzept

In Zeiten hybrider Kriegführung seien jedoch nicht nur die Kampfverbände an vorderster Front gefährdet, heißt es in einer weiteren Mitteilung. Auch Kräfte oder kritische Infrastruktur im Hinterland sehen sich demnach zahlreichen Bedrohungen ausgesetzt – von der Ausspähung bis hin zu Angriffen durch unterschiedliche Wirkmittel. „Hier lageangepasst zu handeln, erfordert eine umfangreiche Vernetzung von Sensoren, Effektoren und Kräften in großen Räumen“, so das Rüstungsunternehmen – und liefert die Lösung gleich mit: Ein solches Konzept präsentiere Rheinmetall auf der Enforce Tac 2026.

Rheinmetall zeigt in Nürnberg zudem unter anderem die ferngesteuerte Waffenstation RCWS320C-UAS. Sie ist ein Effektor der neuesten Generation und diene dem Schutz von Fahrzeugen und stationären Einrichtungen gegen Drohnen und andere schnell bewegliche Ziele. Hinzu kommt das insbesondere für Spezialkräfte ausgelegte modulare Lasermodul VTAL von Rheinmetall Soldier Electronics. Dieses sei äußerst gehärtet und kompakt. „Der Variable Tactical Aiming Laser eignet sich für die Verwendung an modernen kurzen Sturmgewehren ebenso wie an anderen Handwaffen“, so die Mitteilung.

Mittleres Rheinmetall-Kursziel liegt bei 2.244 Euro

So richtig gezündet hat das alles bislang allerdings nicht, zumindest an der Börse. Auf den Monat betrachtet liegt die Rheinmetall-Aktie noch immer mit rund 8 Prozent im Minus.

Seit ihrem Rekordhoch, ausgebildet bei 2.005 Euro Anfang Oktober, hat sie knapp 15 Prozent an Wert eingebüßt. An den Analysten liegt das eher nicht.

  • Laut aktien.guide liegt das durchschnittliche Kursziel für Rheinmetall derzeit bei 2.244 Euro
  • Von 25 Analysten empfehlen 21 die Aktie zum Kauf, 4 raten zum Halten und keiner zum Verkauf

Steigt Rheinmetall ins Weltraum-Lasergeschäft ein?

Ein neuer Impuls könnte sich noch vor den im März erwarteten Quartalszahlen ergeben. Laut Medienberichten beteiligt sich Rheinmetall aktuell überraschenderweise am Bieterwettstreit um einen deutschen Raumfahrt-Laserspezialisten. Ob der Rüstungskonzern sich gegen einen US-Wettbewerber durchsetzen wird, ist bislang aber völlig offen. Ganz ohne Risiko wäre eine Übernahme ohnehin nicht.

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