Liebe Leserinnen und Leser,
auch in dieser Woche stehen am Ende Rüstungsunternehmen im Blick. Im Nahen Osten gibt es mittlerweile zwischen Israel und dem Libanon einen Waffenstillstand. Dies wiederum hat allerdings in den ersten Stunden des laufenden Wochenendhandels noch nicht zu massiven Abwertungen im Rüstungssektor geführt.
Damit ist eine erste gute Nachricht am Markt. Denn: Rüstungsunternehmen wie die Rheinmetall hatten bis dato auf irgendwelche Friedensverhandlungen oder gar Friedens-Vereinbarungen stets mit Abschlägen reagiert. Heute geht es für die Rheinmetall in den ersten Minuten um 0,47 % aufwärts.
Die Aktie erreicht einen Kurs in Höhe von 1508,82 Euro. Damit würde die Woche minimal im Minus enden. In den vorhergehenden fünf Tagen hatte die Aktie -2,5 % Kursabschlag hinnehmen müssen.
Rheinmetall: 1.500 Euro als wichtige Marke
Rheinmetall Aktie Chart
Dennoch müsste am Ende der Woche positiv bewertet werden, dass die Aktie die Marke von 1500 Euro überwunden hat. Die runde Hürde gilt bis dato oft genug als Hürde im Kampf um ein Comeback in den Aufwärtstrend. Zur Einordnung:
Tatsächlich ist die Aktie mit einem Kurs von über 1500 Euro bei weitem noch nicht im Aufwärtstrend. Es hat sich lediglich eine deutliche Unterstützung im Abwärts-Marsch herausgebildet. Die Aktie ist seit dem 1. Januar um in etwa -3 % gesunken. Das ist ein Abschlag, der noch relativ überschaubar ist.
Generell jedoch sind die wichtigen Trendindikatoren wie der GD 100 oder der GD 200 klar unterkreuzt, also unterschritten. D.h., rein formal ist die Aktie in einem Abwärtstrend. Das hat insofern Bedeutung, als dies eine Einordnung ist, der große Investoren oder Algorithmen durchaus folgen können.
Aus dieser Sicht müsste die Aktie noch mindestens 200 Euro gewinnen, um mit Kursen von mehr als 1700 Euro dann einen formalen Aufwärtstrend zu melden. Also ist derzeit bei weitem nicht alles Gold, was glänzt, wenn kleinere Gewinne auf mehr als 1.500 Euro gelingen.
Generell ist die Rüstungsbranche temporär in den vergangenen Monaten auf dem Rückzug. Dies hängt offensichtlich damit zusammen, dass der Aktienmarkt die zu erwartenden Auftragsvolumen nicht mehr so hoch bewertet wie vielleicht im Herbst 2025 noch absehbar. Hintergrund ist nicht der Umstand, dass die Auftragsvolumen gestrichen werden würden, sondern vielmehr die Frage, wie künftige Umsätze zum heutigen Zeitpunkt bewertet werden.
So wird die Rheinmetall nach allen Aussagen aus dem Unternehmen in den vergangenen Monaten bis zum Jahr 2030 sicherlich einen Umsatz in Höhe von circa 40 bis 45 Mrd. Euro jährlich als Ziel erreichen. Aktuell sind für dieses Jahr circa 14 bis 14,5 Milliarden Euro zu erwarten. Die positiven Erwartungen haben allerdings an den Aktienmärkten noch immer nicht zu einer Kurs-Explosion geführt.
Dabei wird das Nettoergebnis im laufenden Jahr auf circa 1,6 bis 1,7 Mrd. Euro geschätzt. Bei der aktuellen Marke wird das Nettoergebnis auch in den kommenden Jahren entsprechend mitwachsen. So wäre sicherlich zu erwarten, dass zwischen 4 und 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2030 unter dem Strich stehen werden. Damit wäre die Aktie rein technisch betrachtet zum heutigen Zeitpunkt relativ günstig. Das allerdings sieht der Markt wie beschrieben für die gesamte Branche noch immer anders.
Der Markt reagiert kaum
Selbst gute Nachrichten aus rein wirtschaftlicher Sicht spielen an den Märkten keine große Rolle. So hat am gestrigen Donnerstag das Kartellamt die so genannte Satelliten-Allianz von Rheinmetall und OHB durchgewunken.
Dies wiederum ist eine ausgesprochen starke Nachricht, insofern diese Allianz-Satellitensysteme bauen möchte. Auch hier zur Einordnung:
Die Satelliten-Allianz möchte Satelliten-Systeme bauen, die der Verteidigung über das Weltall dienen. Vor Wochen hatte in einer wenig beachteten Konferenz ein Sprecher der Regierung mitgeteilt, dass Deutschland in diesem Segment 35 Milliarden Euro (über die Jahre) ausgeben möchte.
Es ist wenig verwunderlich, dass die Rheinmetall auch nach diesen Umsatz-Milliarden greifen möchte. Dass das Kartellamt jetzt grünes Licht gegeben hat, ist insofern ein ausgesprochen positives Signal.
Der Markt, wie beschrieben, interessiert sich für solche Details derzeit nicht. Auch andere Nachrichten mit ähnlichem Charakter sind verworfen worden.
Die Rheinmetall hat ein Joint Venture für Marschflugkörper gegründet. Hier geht es um die Entwicklung und den Verkauf von Marschflugkörpern und Raketen zum Beispiel in die Ukraine. Der Typus wird jetzt bereits eingesetzt. Das Geschäft ist ersichtlich relativ sicher und gut kalkulierbar. Dennoch hat der Markt auch diese Nachricht am Ende nicht mit besonders massiv steigenden Kursen belohnt.
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Analysten sehen die Entwicklung anders
Anders sieht es weiterhin unter den Analysten aus. Die Barclays hat jetzt vor knapp zwei Tagen dem Unternehmen bescheinigt, weiterhin ein Kauf zu sein. Das Kursziel dieser Analysten liegt bei 2125 Euro.
Kurz zuvor schon hatten Unternehmen wie Goldman Sachs die Rheinmetall veredelt. Das Unternehmen wurde auf die European Conviction List gehoben. Auch hier geht es um die Einschätzung „buy“. Insgesamt sind die Bewertungen der Analysten weitgehend unverändert. Die Experten sind der Auffassung, die Aktie könnte auf mehr als 2000 Euro steigen.
Das mittlere Kursziel liegt derzeit bei 2044,29 Euro. Damit errechnet sich ein Potenzial in Höhe von gut 36 % bis zum mittleren erwarteten Kurs. Daran hat sich nichts geändert.
Insofern stehen hier zwei Fraktionen aktuell noch unversöhnlich einander gegenüber. Der Markt ist weiterhin etwas zögerlich, formal im Abwärtstrend oder bestenfalls kurzfristigen Seitwärtstrend. Experten aus den Researchhäusern sehen massive Potenziale.
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