Rheinmetall hat gestern zweifellos einen absoluten Absturz hingelegt. -16,14 % zeigte Xetra noch an. Am Ende wurden es an anderen Börsen „nur“ noch gut 12,4 %. Die Notierungen sind mit 829,50 Euro in einem absolut verheerenden Abwärtstrend. Die Aktie hat den sogenannten GD200 bei 1251,60 Euro weit verfehlt.
Doch Analysten sind nicht ganz so skeptisch wie der Markt. Die Gründe sind recht einfach.
Rheinmetall: Viel zu stark bestraft worden
Rheinmetall hat im Wesentlichen zwei Punkte einräumen müssen. Der prognostizierte Umsatz für das laufende Jahr wurde zum 2. Male gesenkt: 13,2 Mrd. Euro erwarten die Düsseldorfer nur noch.
Zudem musste die Rheinmetall einen negativen Free-Cashflow im 3. Quartal darlegen, wogegen der Markt und vor allem Analysten ein positives Ergebnis erwartet hatten.
Der Effekt ist nur börsentypisch: Ein weiterer Rutsch in den Abgrund.
Apple Aktie Chart
Allerdings verweisen Experten darauf, dass der Umsatz teils im neuen Jahr nachgeholt werden kann. Rheinmetall erwartet eine Zusage für das Projekt Arminius für das 1. Quartal des neuen Jahres. Es geht um Milliarden.
Zudem ist die Gewinnmarge per Prognose mit 18,5 % zwar niedriger als die avisierten 19 %. Sie ist aber dennoch in etwa im Rahmen dessen, was man von dem Unternehmen im Laufe des Jahres (15 % waren es nach dem 2. Quartal) fast nicht mehr erwartet hätte.
Es wird in den kommenden Tagen noch einige Diskussionen um Kursziele geben. Offensichtlich aber soll die Aktie noch sehr viel mehr wert sein als das, was die Börsen jetzt errechnet haben. Somit eröffnete sich großes Potenzial, auch wenn die Stimmung katastrophal ist.
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