Die Bundeswehr hat bei Rheinmetall weitere 56 schwere Sattelzugmaschinen des Typs „Elefant 2“ bestellt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 60,5 Millionen Euro brutto und erweitert den bereits 2018 geschlossenen Rahmenvertrag. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt durch das Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) in den Jahren 2026 und 2027.
Rheinmetall-Aktie: Unverzichtbar für den Transport schwerer Waffensysteme
Der Elefant 2 ist ein militärischer Schwerlasttransporter. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, schwere Fahrzeuge wie den Kampfpanzer Leopard 2 oder die Panzerhaubitze 2000 schnell und sicher über große Entfernungen zu transportieren. Dadurch werden Verschleiß und Treibstoffverbrauch der Kettenfahrzeuge reduziert und ihre Einsatzbereitschaft erhöht. Mit einer Motorleistung von 680 PS und einem technisch zulässigen Zuggesamtgewicht von bis zu 139 Tonnen zählt der Elefant 2 zu den leistungsfähigsten Militärtransportern Europas. Zudem kann das Fahrerhaus bei Bedarf gegen eine geschützte Variante ausgetauscht werden.
Die neue Bestellung zeigt, dass die Bundeswehr nicht nur in neue Waffensysteme investiert, sondern auch die dazugehörige Logistik modernisiert. Gerade im Rahmen der NATO müssen schwere Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit über weite Strecken verlegt werden können. Leistungsfähige Schwerlasttransporter gelten deshalb als wichtiger Bestandteil der militärischen Mobilität und gewinnen angesichts der verstärkten Bündnisverteidigung in Europa weiter an Bedeutung.
Rheinmetall-Aktie: Auch kleinere Aufträge summieren sich
Mit einem Auftragswert von rund 60 Millionen Euro ist die Bestellung zwar deutlich kleiner als die milliardenschweren Munitions- oder Panzerprogramme der vergangenen Monate. Sie verdeutlicht jedoch, wie breit Rheinmetall inzwischen vom steigenden Verteidigungsbudget profitiert.
Neben Kampffahrzeugen, Munition und Luftverteidigung erzielt der Konzern zunehmend auch mit Logistik- und Unterstützungsfahrzeugen zusätzliche Umsätze. Diese Vielzahl kleinerer und mittlerer Aufträge sorgt für eine kontinuierlich wachsende Auslastung und macht das Verteidigungsgeschäft zunehmend widerstandsfähig.
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