Rheinmetall-Aktie: Irre Explosion!

Rheinmetall investiert 350 Millionen Euro in die Erweiterung seines Standorts Aschau und plant eine Verdopplung der Produktion.

Auf einen Blick:
  • Aktie notiert über 1.000 Euro
  • 350 Millionen Euro Investition in Aschau
  • Produktionskapazität soll sich verdoppeln
  • 500 neue Arbeitsplätze geplant

Mit einem Plus von 1,4 % behauptete sich die Rheinmetall-Aktie auch am Montagmorgen über der 1.000-Euro-Schwelle. Konkret ging es auf rund 1.050 Euro nach oben. Auf 1-Monats-Sicht legte der Rüstungs-Titel nun 10,7 % zu, wenngleich auf 6-Monats-Sicht ein deutliches Minus von 43 % blieb (Stand: 27.07.2026, 9:00 Uhr).

Derweil hat Rheinmetall vor wenigen Tagen in Aschau am Inn den Grundstein für eine massive Erweiterung seiner Treibladungsproduktion gelegt. An der Zeremonie nahmen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Parlamentarischer Staatssekretär Nils Schmid sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger teil.#

Rheinmetall-Aktie: 350 Millionen Euro und 500 neue Arbeitsplätze in Oberbayern

Rheinmetall investiert rund 350 Millionen Euro in den Standort Aschau – Teil eines Gesamtinvestitionspakets von 650 Millionen Euro für Treibladungspulver und energetische Vorprodukte. Die Belegschaft vor Ort war seit 2022 bereits um rund 80 Prozent auf über 800 Mitarbeiter gewachsen. Nun sollen mehrere hundert weitere Stellen entstehen, sodass künftig rund 1.400 Menschen am Standort beschäftigt sein werden.

Derzeit produziert der Standort circa 300.000 Treibladungsmodule und rund 1.700 Tonnen Pulver pro Jahr. In den nächsten 24 Monaten soll die Produktion mehr als verdoppelt werden. Das endgültige Ausbauziel liegt bei über einer Million Treibladungsmodule, mehr als 5 Millionen verbrennbaren Formteilen und bis zu 4.200 Tonnen Pulver – rund ein Fünftel der angestrebten Gesamtkonzernkapazität von 20.000 Tonnen bis 2030. Die maximale Fertigungskapazität soll 2028 erreicht sein. Die erste Produktion in den neuen Liegenschaften beginnt bereits ab 2027.

Rheinmetall-Aktie: Konzernboss Papperger betont strategische Bedeutung von Treibladungspulver

Rheinmetall-Chef Armin Papperger betonte, Treibladungspulver sei eine der kritischsten Komponenten in der Munitionsherstellung – und weltweit nur von wenigen Herstellern produzierbar. Gerade deshalb sei Autarkie an diesem Punkt entscheidend. Treibladungspulver ist dabei vereinfacht gesagt der Antriebsstoff für Artilleriegeschosse: Nach der Zündung verbrennt es kontrolliert und treibt das Projektil aus dem Waffenrohr.

Der Ausbau des Standorts Aschau ist ein weiteres konkretes Beispiel dafür, wie Rheinmetall sein Projekt „Firepower“ mit hohem Tempo und politischer Rückendeckung umsetzt – mit planbaren Kapazitätssteigerungen, neuen Arbeitsplätzen und einer wachsenden nationalen Bedeutung, die den Konzern auch regulatorisch in eine besonders geschützte Position bringt.

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