Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag im frühen Xetra-Handel kurzzeitig um gut sieben Prozent eingeknickt auf zwischenzeitlich 1.568 Euro. Auch wenn sich die Papiere des Rüstungskonzerns wieder etwas fingen, aktuell bei einem Minus von 6,04 Prozent bei 1.578 Euro notiert: Es waren wohl die Kurszielsenkungen durch gleich zwei US-Häuser, die der Rheinmetall-Aktie zusetzten. Und doch war die Reaktion der Anleger ziemlich irrational.
Kursziel für Rheinmetall gesenkt – dennoch: Kaufen!
So hat etwa David Perry von der US-Investmentbank JP Morgan das Kursziel für Rheinmetalle zwar von 2.250 auf 2.130 Euro leicht reduziert, hält angesichts seiner Prognose an seiner Kaufempfehlung aber selbstverständlich fest. Der Analyst senkte laut Medienberichten am Donnerstag seine Gewinnprognosen bis zum Jahr 2030 um bis zu 14 Prozent. „Da seine bisherigen Schätzungen über dem Marktkonsens lagen, sieht er nach den jüngsten Aussagen des Unternehmens vor Vorlage des Geschäftsberichts 2025 Mitte März nur begrenzten weiteren Anpassungsbedarf“, heißt es beim Anlegermagazin Der Aktionär.
Trotz der Korrekturen rechne Perry weiterhin mit einem außergewöhnlich starken Umsatz- und Ergebniswachstum und bewertet die Aktie „nach wie vor als attraktiv“. Das sieht seine Kollegin Chloe Lemarie vom US-Analysehaus Jefferies etwas anders: Die Analystin begründete ihre Abstufung laut Stuttgarter Zeitung explizit mit
- „enttäuschenden Prognosen des Unternehmens für die Jahre 2025 und 2026“, so die Expertin
- Die avisierten Umsätze und die Profitabilität lägen unter den Markterwartungen, was die Aktie zusätzlich belaste
Auch Jefferies-Analystin sieht 30 Prozent Potenzial
Das klingt in der Tat nicht gerade hoffnungsfroh. In der Folge aber senke die US-Analystin den fairen Wert für Rheinmetall lediglich von 2.170 auf 2.060 Euro. Das verspricht noch immer ein Kurspotenzial von fast 30 Prozent! Das durchschnittliche Kursziel für Rheinmetall liegt laut finanzen.net aktuell sogar bei 2163 Euro. Ein Verkaufsargument sieht zweifellos anders aus.
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