Die Aktie von Rheinmetall kommt einfach nicht mehr in die Spur. Ein recht kleiner Vertrag für ein Joint Venture der Düsseldorfer mit NIOA in Australien konnte erwartungsgemäß nicht für irgendeinen Impuls sorgen. Laut lokaler Medien hat die australische Regierung mit Rheinmetall NIOA Munitions einen Vertrag über 72 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um in Queensland eine neue Fertigungsanlage zur Herstellung großkalibriger Munition für die australischen Streitkräfte (ADF) zu errichten. Keine schlechte Nachricht, zweifellos. Doch die Märkte denken längst in ganz anderen Dimensionen.
Historischer Rheinmetall-Deal ohne Wirkung
Denn erst in der vergangenen Woche hatte Rheinmetall „das größte internationale Auftragspaket der jüngeren Unternehmensgeschichte erhalten“, wie es in einer Mitteilung hieß. Rumänien habe den Düsseldorfer Konzern nun mit der Durchführung umfangreicher Rüstungsprojekte beauftragt. Die Aufträge zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie vier Marineschiffen belaufen sich laut Unternehmensangaben auf einen Gesamtwert von nicht weniger als 5,7 Milliarden Euro. Und die Aktie des Rüstungskonzerns?
- Diese gab nach Bestätigung des historischen Deals am 2. Juni sogar leicht nach
- Folglich entfaltet auch der aktuelle 72-Millionen-Dollar-Vertrag keinerlei Wirkung
Die neue Fabrik in Austalien soll Ende 2028 den Betrieb aufnehmen und voraussichtlich zunächst 15.000 Schuss pro Jahr produzieren. Die Kapazität für höhere Produktionsmengen sei gegeben, heißt es.
Rheinmetall-Aktie 40 Prozent unter Höchststand
Und dennoch kämpft die Aktie von Rheinmetall auch am Dienstag im frühen Handel in Frankfurt um den Halt der 1.200 Euro-Marke – und hat diesen gegen 9 Uhr erneut verloren. Mit einem Kurs von aktuell 1.192 Euro haben die Papiere seit Ende Mai, als zwischenzeitlich 1.310 Euro auf dem Kurszettel standen, rund neun Prozent an Wert eingebüßt. Seit ihrem Höchststand im Oktober 2025 bei 2.007 Euro sind es gar 40 Prozent.
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