Der Kursverfall bei der Aktie von Rheinmetall ging auch am Donnerstag unvermindert weiter. Zum Handelsschluss auf Xetra stand am Ende ein weiteres Minus von 1,1 Prozent auf nur noch 1.407 Euro. Seit dem vergangenen Freitag, als zwischenzeitlich 1532 Euro für den Rüstungstitel aufgerufen worden waren, beläuft sich der Abschlag auf mehr als acht Prozent. Dabei wäre ein Zugewinn bei der Rheinmetall-Aktie zuletzt durchaus plausibel gewesen.
Rheinmetall liefert Drohnen für die Bundeswehr
Denn Rheinmetall hatte zuletzt einen Großauftrag über Loitering-Munition-Systeme des Typs FV-014 durch die Bundeswehr gemeldet. Ein entsprechender Vertrag über die Drohnen sei am Mittwoch in Koblenz unterzeichnet worden, hieß es. Der Auftrag wird laut Rheinmetall noch im April 2026 verbucht.
- Die Auslieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen, die Qualifizierung ab dem zweiten Quartal 2026
- Der Rahmenvertrag habe „einen Wert im Milliardenbereich“; der erste Abruf beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro brutto
- Optional umfasse der Rahmenvertrag eine fünfstellige Anzahl der autonomen Recce- und Strike-Drohnen FV-014
Das Loitering-Munition-System FV-014 hat eine Reichweite von bis zu 100 km und verfügt über einen Gefechtskopf inklusive Zündvorrichtung von rund 4 kg. Zudem könne die Drohne bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben und Ziele beobachten, bis sie zur Wirkung kommt. Das System, das Intelligenz und Schlagkraft kombiniert, werde vollständig in der EU produziert.
Produktion schon bald in industriellem Maßstab
„Innerhalb kürzester Zeit wurde bei Rheinmetall eine autonome Drohne entwickelt, die Aufklärung und Wirkung vereint“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. Mit der FV-014 werde die Bundeswehr ein weiteres Waffensystem erhalten mit dem sie eigene Kräfte schützen und kritische Ziele schnell, kontrolliert und wirksam bekämpfen könne. Man sei dankbar für das Vertrauen und werde das System schon sehr bald im industriellen Maßstab in hohen Stückzahlen produzieren. Die Anleger indes zeigten sich unbeeindruckt. Anders als die Analysten.
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