Der Donnerstag war für die Aktie von Rheinmetall geprägt von einer kleinen Achterbahnfahrt. Ausgehend von 1.170 Euro waren die Papiere des Rüstungskonzerns auf Xetra zunächst bis auf 1.198 Euro gestiegen, nur um am Nachmittag zunächst auf 1.149 Euro einzuknicken. Kurz vor Handelsschluss allerdings schob sich die Rheinmetall-Aktie wieder leicht ins Plus und beendete den Tag bei 1.178 Euro. So unentschlossen die Anleger derzeit auch scheinen – das Unternehmen lässt kaum einen Tag aus, um mit Neuigkeiten zu glänzen. Am Donnerstag gleich im Doppelpack.
Rheinmetall kooperiert mit Vantor bei Aufklärung
Da war zum einen die Meldung, dass Vantor und Rheinmetall ein Joint Venture für eine europäische 3D-Informationsplattform zur räumlichen Aufklärung planen. Ziel sei eine einheitliche räumliche Informationsfähigkeit (spatial intelligence) bereitzustellen. „Sie soll als zentrale Multi-Domain-Informationsplattform für Streitkräfte in ganz Europa dienen können“, so Rheinmetall. Um ein präzises, digitales 3D-Lagebild zu erzeugen, werden dabei Bilddaten von Satelliten und Drohnen mit Kartendaten kombiniert.
Die Partnerschaft diene zugleich dazu, Deutschlands Anforderungen in Bezug auf Souveränität zu bedienen sowie bestehende und neu entstehende europäische Programme im Bereich Nachrichtengewinnung, Überwachung und Aufklärung (ISR) zu unterstützen. Die gemeinsame Fähigkeit soll laut Mitteilung „Kommandeuren und Einsatzkräften in Echtzeit verwertbare Informationen liefern“.
- Doch es war nicht die einzige Neuheit vom Düsseldorfern Unternehmen
- Die zweite betrifft eine geplante Kooperation im Munitionsbereich
Präzisionsmunition von Rheinmetall und GA-EMS
Rheinmetall und General Atomics Electromagnetic Systems (GA-EMS) haben demnach auf der Eurosatory 2026 in Paris eine Absichtserklärung unterzeichnet: Man wolle die Möglichkeiten der kooperativen Produktion von Vektrex, einer manövrierfähigen 155-mm-Präzisionsmunition, prüfen. Vektrex erweitere die Reichweite und Wirksamkeit von Artillerieeinheiten des NATO-Bündnisses. Die Munition erfülle zudem wachsende Anforderungen an Modernisierung, Fernkampffähigkeiten und an die Aufstockung von Munitionsvorräten. Die Aktie von Rheinmetall hingegen profitierte nicht von den Meldungen – aller Empfehlungen zum Trotz.
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