Die Aktie von Rheinmetall tat sich in den vergangenen Tagen mal wieder schwer. Vor dem Pfingstwochenende wenigstens bis auf 1.248 Euro gestiegen, waren die Papiere des Rüstungskonzerns im Xetra-Handel am Dienstag wieder auf 1.237 Euro zurückgefallen. Doch am Mittwoch schiebt sich die Rheinmetall-Aktie plötzlich nach vorne, hatte gegen Mittag erstmals seit langem die 1.250 Euro überwunden. Eine neue Meldung aus Düsseldorf kommt an den Märkten offenbar gut an.
Rheinmetall meldet nächsten Großauftrag
Denn wie Rheinmetall am Mittwoch mitteilt, hat die Bundeswehr dem Unternehmen erneut einen Großauftrag für Laser-Licht-Module erteilt. „Nachdem der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Dezember 2025 die Haushaltsmittel freigegeben hatte, wurde nun ein weiterer Festabruf aus dem im Juni 2021 geschlossenen und im Dezember 2025 erweiterten Rahmenvertrag getätigt“, heißt es. Zwischen 2026 und 2032 soll eine weitere, sechsstellige Stückzahl der Laser-Licht-Module „LLM-VarioRay“ an die Truppe geliefert werden.
- Mit diesem zweiten Festabruf verbindet sich für Rheinmetall ein Auftragseingang von mehreren hundert Millionen Euro netto
- Die Geräte seien „made in Germany“ und werden von Rheinmetall Soldier Electronics aus Stockach am Bodensee hergestellt
- Vom Auftrag profitieren demnach zudem weitere deutsche klein- und mittelständische Unternehmer als Zulieferer
Das Rheinmetall-Laser-Licht-Modul LLM-VarioRay gehört laut Mitteilung zur neuesten Gerätegeneration dieser Art. Die Module werden „an den Handwaffen vorrangig der infanteristisch und abgesessen kämpfenden Kräfte eingesetzt und dienen dazu, Ziele zu entdecken, zu identifizieren und zu markieren“, wie es heißt.
Rheinmetall spricht von „Kampfkraftverstärker“
„Unser vielseitiges und einsatzbewährtes LLM-VarioRay ist ein wichtiger taktischer Kampfkraftverstärker für die abgesessen kämpfenden Soldatinnen und Soldaten“, so Timo Haas, Divisionsleiter Digital Systems bei Rheinmetall. Der weitere Großauftrag der Bundeswehr zeige „das Vertrauen der Truppe in unsere Fähigkeiten und unterstreicht die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Industrie, Beschaffern und Streitkräften“.
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