Rheinmetall-Aktie: „Hoher Bedarf!“

Die Aktie von Rheinmetall hat ihren Hochlauf aktuell unterbrochen, trotz einer bestätigten Kaufempfehlung. Die Kursprognose ist allerdings eher vorsichtig.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie verliert nach einer äußerst erfolgreichen Woche aktuell
  • Dabei hat ein Analyst den Rüstungstitel am Montag auf „Outperform“ belassen
  • Das Kursziel von 1.200 Euro aber überzeugt die Anleger offenbar nicht
  • Andere Beobachter erwarten deutlich mehr, einer allerdings noch weniger

Der jüngste Run auf die Aktie von Rheinmetall scheint erst einmal abzuebben: In der vergangenen Woche hatten die Papiere des Rüstungskonzerns sich zunächst, ausgehend von 939 Euro am Freitag davor, bis auf 1.090 Euro verbessert – ein Aufschlag von nicht weniger als 16 Prozent. Seitdem allerdings hat die Rheinmetall-Aktie wieder etwas abgegeben, notiert aktuell bei noch 1.053 Euro. Eine aktuelle Kaufempfehlung setzt jedenfalls keinen neuen Impuls.

Rheinmetall weiterhin auf „Outperform“

Es war das US-Analysehaus Bernstein Research, das am Montagmorgen die Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von 1.200 Euro auf „Outperform“ belassen hat. Mit dem „Association of the US Army“-Treffen in der vergangenen Woche habe das größte Armeeereignis des Jahres mit über 700 Unternehmen stattgefunden, schrieb Douglas Harned laut Medienberichten. Das Führungspersonal von US-Armee und Pentagon habe die neue Herangehensweise unterstrichen, wie mehr Zugang für neue Wettbewerber, offene Architekturen, das „Recht auf Reparatur“ und die Vermeidung von sehr teuren „exquisiten“ Lösungen.

  • Zudem sei laut Douglas Harned „der hohe Bedarf“ an Munition und Raketen betont worden
  • Die Prognose von 1.200 Euro hingegen bewegt sich deutlich unter dem aktuellen Konsens

1.627 Euro erwarteten die elf bei finanzen.net gelisteten Analysten von der Aktie mittelfristig. Sie sehen damit ein Kurspotenzial bei der Rheinmetall-Aktie von mehr als 50 Prozent.

Niedriges Rheinmetall-Kursziel durch Berenberg-Bank

Doch es gab zuletzt auch eine deutlich skeptischere Einschätzung: Die mittelfristigen Wachstumsperspektiven des Rüstungskonzerns seien „mit Unsicherheiten behaftet“, schrieb George McWhirter von der Privatbank Berenberg in einer am 9. Oktober vorliegenden Studie. Es benötige deutlich mehr Aufträge, um auch über 2030 hinaus für Wachstum zu sorgen. McWhirter hatte Rheinmetall in der Folge von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel von 1600 auf 1020 Euro gesenkt. Mit dem aktuellen Kursstand haben die Papiere dieses Ziel sogar leicht übertroffen.

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