Die Aktie von Rheinmetall kommt, wenn man so will, nicht mehr aus dem Quark. Nach einem stornierten Fregatten-Deal der Konzerntochter Naval Vessels Lürssen (NVL) waren die Papiere des Rüstungsunternehmens von zuvor 1.189 Euro auf zwischenzeitlich 900 Euro eingeknickt, den tiefsten Stand seit Februar 2025. Doch wirklich erholt hat sich die Rheinmetall-Aktie bis heute nicht, notiert aktuell bei 977 Euro und damit gut 50 Prozent unter ihrem Höchststand aus dem Oktober bei gut 2.000 Euro. Die Anleger scheinen extrem verunsichert, die Analysten indes glauben an ein Comeback. Doch hört das überhaupt noch jemand?
Kursziele für Rheinmetall-Aktie bleiben hoch
Sicherlich: Seit der Hiobsbotschaft, dass Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine aussteigen und der deutsche Hersteller TKMS alternativ kleinere Fregatten des Typs Meko-200 liefern soll, haben auch die institutionellen Beobachter ihre Prognosen gesenkt. Jedoch alle auf finanzen.net gelisteten Einschätzungen seit Donnerstag sehen die Rheinmetall-Aktie weit höher als derzeit.
- Die DZ Bank hat den fairen Wert der Aktien von Rheinmetall von 2.188 auf 1.705 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Kaufen“ belassen
- Das Analysehaus Warburg Research reduzierte den fairen Wert für die Aktie nach dem Verlust des F126-Fregattenauftrags von 1.550 auf 1.500 Euro
- Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung auf „Buy“ belassen, das neue Kursziel für Rheinmetall auf immerhin noch 1.300 Euro belassen
Rheinmetalls Börsenbewertung fiel massiv
Dass die Börsenbewertung am Mittwoch vergangener Woche um rund 10 Milliarden Euro und damit um ein Vielfaches des zu erwartenden, operativen Gewinns durch den stornierten Auftrag gesunken sei, „zeige den Vertrauensverlust der Anleger“, schrieb Jefferies-Analystin Chloe Lemarie. Doch selbst die kritischste Beobachterin sieht die Rheinmetall-Aktie zu sehr abgestraft und mittelfristig um rund ein Drittel höher.
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