Rheinmetall-Aktie: Hilfe!

Hohe Zinsen und Verhandlungsdebatten belasten Rheinmetall, während der Auftragsbestand für die kommenden Jahre wichtig bleibt.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert am Dienstag 1,56 Prozent
  • Kurs liegt rund 28 Prozent unter 200-Tage-Linie
  • Analysten halten an hohen Kurszielen fest
  • Auftragsbestand bleibt für Rheinmetalls Zukunft bedeutsam

Rheinmetall ist am Dienstag noch einmal weiter gefallen. Die Aktie verlor 1,56 % und bleibt damit auf absoluter Talfahrt. Derzeit leuchten den Investoren von der Anzeigetafel nur noch rund 951 Euro entgegen. 1.000 Euro sind schon fast aus der Sichtweite geraten. Für Chartanalysten ist das ein klares Warnsignal. Der Abstand zur 200 Tage Linie beträgt inzwischen mehr als 28 %.

Rheinmetall: Sie fällt einfach nur noch so

Neue Unternehmensnachrichten, die den Trend am Montag oder am Dienstag hätten drehen können, gab es nicht. Damit bleibt die Aktie zunächst den Faktoren ausgeliefert, die den gesamten Rüstungssektor zuletzt belastet haben.

Dazu gehören die hohen Zinsen. Steigende Finanzierungskosten treffen auch die staatlichen Haushalte. An der Börse wächst deshalb die Sorge, dass große Rüstungsprogramme langsamer umgesetzt werden könnten als bislang erwartet.

Zusätzlich belastet die wieder aufgekommene Diskussion über mögliche Fortschritte bei den Gesprächen zum Ukraine Krieg. Die USA bemühen sich weiterhin um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Konkrete Fortschritte sind bislang allerdings begrenzt.

Für Rüstungsaktien reicht bereits die Aussicht auf neue Verhandlungen, um kurzfristig Verkaufsdruck auszulösen. Das ändert zunächst nichts an den hohen Auftragsvolumen der Unternehmen. Bei Rheinmetall bleibt der Auftragsbestand ein entscheidender Faktor für die kommenden Jahre.

Rheinmetall Aktie Chart

Die Analysten haben ihre hohen Kursziele von rund 1.640 Euro (so die durchschnittlichen Angaben) bislang ebenfalls nicht grundsätzlich zurückgenommen. Die Börse lässt sich davon momentan kaum beeindrucken. Unterhalb von 1.000 Euro bleibt Rheinmetall charttechnisch angeschlagen. Solange die Aktie diese Marke nicht zurückerobert, dürfte vor allem der Abwärtstrend die kurzfristige Wahrnehmung bestimmen.

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