Mit einem Plus von 0,3 % auf 1.355,6 Euro zeigte sich die Rheinmetall-Aktie am Dienstagmorgen kaum bewegt. Ein Ende der seit Anfang Februar laufenden Abwärtsbewegung ist somit weiterhin nicht absehbar (Stand: 28.04.2026, 8:45 Uhr).
Operativ zeigte sich der Rüstungskonzern in den letzten Tagen hingegen stark wie eh und je. So demonstrierte Rheinmetall auf der SeaSEC 2026 in Rostock den autonomen Systemverbund erstmals unter realen Einsatzbedingungen.
Rheinmetall-Aktie: KI und Automatisierung für Boote und Schiffe
Kernstück war das neue Autonomous Modular Craft AMC12, ein 12‑Meter‑Einsatzboot, das in einem anspruchsvollen Szenario zur Aufklärung und zum Schutz kritischer maritimer Infrastruktur – etwa Pipelines oder Offshore‑Windparks – eingesetzt wurde. Das System zeigte erweiterte autonome Navigations‑ und Entscheidungsfähigkeiten und absolvierte seine Missionen erfolgreich.
Parallel gab Rheinmetall eine strategische Technologiepartnerschaft mit IBM, Anschütz, besecke und MacArtney bekannt. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung autonomer Überwasserfahrzeuge, die bemannte Mutterschiffe, unbemannte Über‑ und Unterwasserfahrzeuge sowie Luftplattformen zu einem vernetzten Systemverbund integrieren.
IBM liefert KI‑ und Cloud‑Technologie inklusive quantensicherer Verschlüsselung, Anschütz steuert ein softwaredefiniertes Navigations‑ und Einsatzsystem bei, während besecke die Schiffsautomation übernimmt. MacArtney Germany liefert hochauflösende Unterwassersensorik für Lagebilder und Objektklassifizierung.
Rheinmetall-Aktie: Konzern betont neue Bedrohungslagen
Die modulare AMC‑Plattform erlaubt den schnellen Austausch von Missionsmodulen – von Navigations‑ und Sensorsystemen bis zu KI‑Anwendungen. Rheinmetall sieht darin einen entscheidenden Schritt, um Streitkräfte auf neue Bedrohungslagen im maritimen Bereich vorzubereiten. Rheinmetall sieht unter anderem die Infrastrukturen in der Nord- und Ostsee bedroht.
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