Rheinmetall-Aktie: Hier geht es um Milliarden!

Die Aktie von Rheinmetall ist am Freitag eingeknickt. Verteidigungsminister Boris Pistorius stellt laut eines Berichts einen Deal mit dem Rüstungskonzern in Frage.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie ist am Freitag zeitweilig um fast fünf Prozent eingeknickt
  • Laut Bild wackelt die Bestellung von sechs Fregatten bei Rheinmetall-Tochter NVL
  • Verteidigungsminister Pistorius wolle eine weitere Preissteigerung nicht hinnehmen
  • Stattdessen könnte Thyssenkrupp-Tochter TKMS beim Milliardengeschäft zum Zuge kommen

Trotz hoher Kursziele durch Analysten hatte die Aktie von Rheinmetall in dieser Woche zwar kaum zugelegt, pendelte aber immerhin recht stabil um die Marke von 1750 Euro. Damit war es am Freitagvormittag vorbei: Binnen kürzester Zeit sackten die Papiere des Rüstungskonzerns auf bis zu 1.666 Euro ein, ein zeitweiliges Minus von fast fünf Prozent. Es war offenbar ein Bericht der Bild, der der Rheinmetall-Aktie zusetzte. Es geht dabei um einen Milliardenauftrag.

Fregatten-Deal mit Rheinmetall wackelt

Demnach soll Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Deal mit Rheinmetall hinterfragen, weil es erhebliche Probleme bei einer Schiffsbestellung geben soll. Es geht laut Bild um den Kauf von sechs Fregatten der Klasse 126 für die Marine. „Das Skandal-Schiff macht seit längerem massive Probleme“, heißt es in dem Bericht. „Die Kosten knallten auf 9,8 Milliarden hoch, der Bau der Kriegsschiffe (zuständig für die U-Boot-Jagd) verzögerte sich.“

Eigentlich stand dem Vernehmen nach der Plan, der die neuen F126-Fregatten für die Bundeswehr retten soll. „Statt der finanziell angeschlagenen niederländischen Werft Damen Naval soll die deutsche Naval Vessels Lürssen (NVL) den Bau der modernen Kriegsschiffe als Generalunternehmer übernehmen“, heißt es auf focus.de. „Doch im Verteidigungsministerium (…) wachsen jetzt die Zweifel an dieser Vereinbarung – auch wegen Rheinmetall.“

Kommt nun Thyssenkrupp-Tochter TKMS zum Zuge?

Rheinmetall hatte NVL im September 2026 gekauft, im Ministerium fürchte man nun, dass der Konzern die noch nicht ausgehandelte Vertragsübernahme der F126-Fregatten für eine weitere Preissteigerung nutzt. Die Abgeordneten von Union und SPD erteilten Pistorius in der Bereinigungssitzung für den Haushalt 2026 als „Notausgang“ eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung über 7,1 Milliarden Euro. Mit Folgen:

  • „Die Bundeswehr könnte stattdessen Kriegsschiffe vom Typ „Meko 200“ von der Thyssenkrupp-Tochter TKMS kaufen“, heißt es
  • Die Werft hat dem Ministerium nach BILD-Informationen den Kauf von sechs Mekos „für eine knappe Milliarde pro Stück angeboten“

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