Liebe Leserinnen und Leser,für die Aktie von Rheinmetall hat sich die Situation noch immer nicht geändert. Die Notierungen sind am Freitag allerdings an der Börse Xetra um 1,65 % nach oben geklettert. 1.209,80 Euro standen am Ende unter dem Strich. Damit allerdings haben sich die Börsen am Freitag nicht zufriedengegeben.
In München ging es an der Börse noch einmal etwas weniger erfreulich zu. Die Notierungen sind lediglich um 0,2 % gestiegen. 1.194,60 Euro standen unter dem Strich. Damit ist die Aktie unverändert in einem sehr starken Abwärtstrend. Rein formal betrachtet fehlen hier bis zum GD200 bei 1.623 Euro immerhin über 400 Euro je Aktie. Je nach Börsenplatz sind es vielleicht circa 420 bis 430 Euro. Das bedeutet: Die Aktie hat noch erst rund 30 % aufzuholen. Damit hat sich vom Trendweg nichts geändert.
Rheinmetall: Die meisten bleiben zuversichtlich
Rheinmetall Aktie Chart
Und dennoch bleiben viele Analysten und Beobachter zuversichtlich. Das Unternehmen hat in der vergangenen Woche in seiner Automobilsparte für rund 150 Millionen Euro verkauft. Man möchte sich voll auf die Rüstung konzentrieren. Ausnahmen bestätigen die Regel, allerdings ist das Unternehmen im Wesentlichen auf die Rüstung fokussiert.
Dies wiederum ist nicht nur eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, sondern auch ein Signal an die Aktienbörsen. Das Unternehmen ist hier ausgesprochen stark aufgestellt. Die Auftragsvolumina nehmen immer noch zu. Es sei daran erinnert, dass Rheinmetall ein Auftragsvolumen in Höhe von 73 Milliarden Euro ohnehin zum Ende des ersten Quartals melden konnte. Seither ist noch einiges dazugekommen.
Rekorde pflastern den Weg
Zuletzt hatte Rheinmetall einen ausländischen Rekordauftrag erhalten. Mehr als 5,7 Milliarden Euro werden für Rüstungsaufträge aus Rumänien erwartet. Das Projekt ist im Rahmen des sogenannten SAFE-Programms entstanden. SAFE steht für „Security Action for Europe“. Man hört, dass es hier im Wesentlichen um entsprechende Gelder geht.
Dabei werden konkret 298 Lynx-Schützenpanzer geliefert. Zudem werden Skyranger-Flugabwehrsysteme geliefert. Es geht auch um die Lieferung von Munition und insgesamt auch vier Schiffen. Die Gesamtlieferungen werden dann im Jahr 2030 abgeschlossen sein, geht aus den Meldungen hervor. Heißt: Die Umsätze dürften zumindest vergleichsweise schnell verbucht werden können.
Rheinmetall selbst hat wohl auch im Zusammenhang mit der Akquisition des Auftrags versprochen, einige Hundert Millionen Euro in Rumänien selbst zu investieren. Dabei wird die Produktion durch sogenannte Technologietransfers angestoßen. Das heißt: Vorhandene Technik wird schlicht in Rumänien eingesetzt. Zudem sollen mehr als 200 lokale Zulieferer eingebunden werden, heißt es in entsprechenden Meldungen dazu.
Rheinmetall: Clever gemacht
Insgesamt verspricht das Projekt damit auch, Arbeitsplätze zu erzeugen. Hier geht es um eine Anzahl von einigen Tausend solcher Jobs in Rumänien. Dies dürfte vor allem auch dem Umstand gedient haben, tatsächlich in Rumänien tätig werden zu dürfen, auf der einen Seite, und zum anderen daraus resultierend die enormen Auftragsvolumina bekommen zu haben. Sprich: Rheinmetall hat sich auch politisch clever benommen.
Das allerdings ist nicht die einzige Quelle neuer Aufträge. Zuletzt war zum Beispiel auch bekannt geworden, dass Rheinmetall in den USA mit ihrer dortigen Tochter eine strategische Investitionsinitiative einleiten wird. Es handelt sich dabei lediglich um den Einsatz von 41 Millionen US-Dollar. Damit allerdings soll die Einsatzbereitschaft und Produktionskapazität der US-Verteidigungsindustrie beschleunigt sowie die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten gestärkt werden, so die Meldungen. Und auch das ist clever.
Es wiederum zielt ganz ersichtlich darauf ab, dass Rheinmetall in den USA am großen Geschäft beteiligt sein möchte. Es sei daran erinnert, dass Donald Trump als Präsident der USA versprochen hat, die Budgets für die Verteidigung massiv zu erhöhen. Im Moment sind es etwas weniger als eine Billion US-Dollar. Im kommenden Jahr sollen es 1,5 Billionen US-Dollar werden. Wer hier im Geschäft ist, dürfte sicherlich mit einigen lukrativen Aufträgen rechnen dürfen.
Doch auch in Deutschland hat Rheinmetall weiter attraktive Aufträge zuletzt melden können. So hatte das Unternehmen mehrfach von der Bundeswehr Aufträge erhalten. Hier ging es unter anderem um die Lieferung von militärischen Transportfahrzeugen. Der größere der beiden Aufträge umfasst ein Volumen von 1,01 Milliarden Euro und beinhaltet die Lieferung von 2.000 Militär-Lkw.
Am Ende akquiriert Rheinmetall also massiv Aufträge. Der Konzern baut die Kapazitäten für die Rüstung aus, und dennoch sind die Märkte hier skeptisch. Das ist teilweise nicht mehr so einfach zu erklären. Die meisten Analysten sind im Wesentlichen bei positiven Kursschätzungen geblieben.
Auch vor der neuen Woche sind die Analysten noch immer zuversichtlich!
Das durchschnittliche Kursziel für Rheinmetall liegt bei 1.889,38 Euro. 56,17 % soll die Aktie dann entsprechend zulegen können. Insofern kämpft Rheinmetall auch in der kommenden Woche um die entsprechenden Euro an den Aktienbörsen, die endlich eine Trendwende einleiten könnten. Denn irgendwann muss die aktuelle Schwäche, die sich vor allem auf die Stimmung rund um den gesamten Sektor bezieht, vorbei sein.
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