Auf den ersten Blick ist der Handelsverlauf für Rheinmetall am Mittwoch stark gewesen. Rund 1,6 % Plus führten den Rüstungstitel auf einen Schlusskurs von 1.165,20 Euro. Das allerdings ist nur eine Verschleierung des Umstands, dass die Aktie sich in einem tiefen und weitreichenden Abwärtstrend befindet.
Die Kurse sind immer noch nicht in der Nähe der Marke von 1.200 Euro, die als absolutes Minimalziel von Chartanalysten gegolten hatte. Die Notierungen sinken seit geraumer Zeit, inklusive einiger Korrekturen. Der absolute Tiefpunkt lag im Frühjahr bei 1099,20 Euro. Die Aktie schien bereits auf dem Weg in Richtung von 1.000 Euro.
Rheinmetall: Sie tut sich noch immer sehr schwer!
Der Hochpunkt im laufenden Jahr Anfang Januar lag bei über 1.900 Euro. Allerdings war dies der Startschuss eines gigantischen Abwärtslaufs, der bis dato noch nicht unterbrochen ist. Selbst der heutige Kursgewinn ändert an der Wahrnehmung der Aktie nichts. Sie befindet sich weit im Abwärtstrend.
Dabei zweifeln die Beobachter immer noch daran, dass die Börsen hier wirklich genau hingeguckt haben. Tatsächlich hat Rheinmetall zum Beispiel gestern bekannt gegeben, dass das Unternehmen Kamikaze-Drohnen entwickelt, die Schwarmangriffe produzieren. Die Drohnenabwehr dürfte durchaus viel wirtschaftlichen Widerhall erzeugen, denn zum Beispiel hat Bundesverteidigungsminister Pistorius kundgetan, dass die Bundesregierung bzw. das Verteidigungsministerium durchaus auf die Drohnentechnologie setzen werde.
Hier geht es vor allem auch um die Drohnenabwehr. Gleichwohl ist die Drohnenfantasie insgesamt im Markt sehr groß. Rheinmetall hat davon allerdings kaum profitiert, auch wenn heute, wie beschrieben, ein kleiner Kursgewinn gelang.
Rheinmetall Aktie Chart
Analysten sind insgesamt davon überzeugt, dass die Düsseldorfer einen massiven Kursgewinn schaffen können. Die Kursverluste haben die Kursziele kaum korrigieren können. 1.899 Euro sehen die Analysten und Experten immer noch im Schnitt als Kursziel an. Die Aktie ist davon um deutlich über 50 % entfernt.
Insofern dürfte sich, wann auch immer der Trendschalter umgelegt wird, hier eine deutliche Kurskorrektur nach oben ergeben können.
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