Die Aktie von Rheinmetall, vor einer Woche im Xetra-Handel bis auf 976 Euro zurückgefallen, scheint sich wieder über der Marke von 1.000 Euro festzusetzen. Am Freitag nach dem Mittag notieren die Papiere des Rüstungskonzerns mit 0,8 Prozent im Plus bei immerhin 1.024 Euro. Damit hat sich die Rheinmetall-Aktie auf Wochensicht um knapp fünf Prozent verbessert. Eine gute Nachricht von der Insel gab es quasi noch obendrauf.
Rheinmetall liefert Schwingungsprüfanlage nach UK
Denn wie das Unternehmen mitgeteilt hat, stärke Rheinmetall UK die eigenständigen Verteidigungsfähigkeiten Großbritanniens durch eine bedeutende Investition in eine neue Schwingungsprüfanlage (Vibration Test Facility, VTF) am Standort Telford. Die Anlage unterstütze derzeit die Entwicklung des „Challenger 3“, des Kampfpanzers der nächsten Generation der britischen Armee. Sie ermöglicht es laut Rheinmetall den Ingenieuren, „komplexe Verteidigungsplattformen und -systeme in Großbritannien zu testen und deren Zuverlässigkeit sicherzustellen.“
- Dadurch werde zum einen die Abhängigkeit von langwierigen Praxistests verringert, heißt es
- Zudem schnellere, detaillierte Erkenntnisse für die technische Entscheidungsfindung bereitgestellt
Die Prüfanlage von Rheinmetall kann demnach die anspruchsvollen Vibrationen und Bewegungen nachbilden, denen Militärfahrzeuge und -ausrüstung im Einsatz ausgesetzt sind. Ingenieure könnten anhand von Daten aus der Praxis diese Bedingungen in einer kontrollierten Umgebung reproduzieren. Dadurch könnten sie die Zuverlässigkeit bewerten, potenzielle Probleme identifizieren und nachvollziehen, wie sich Plattformen und ihre Systeme über längere Einsatzzeiten hinweg voraussichtlich verhalten werden.
Laut Rheinmetall zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten
„Entscheidend ist, dass die VTF als langfristige technische Kapazität des Vereinigten Königreichs und nicht nur für ein einzelnes Programm konzipiert wurde“, so Rheinmetall. Dank ihrer Größe und Flexibilität sei es auch möglich, künftige Verteidigungsplattformen und -technologien sowie Anwendungen in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Schienenverkehr, Energiewirtschaft und Bauwesen zu unterstützen.
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