Rheinmetall-Aktie: Das große Versprechen!

Nach einem starken Wochenabschluss festigt die Rheinmetall-Aktie ihren Aufwärtstrend. Die positive Marktstimmung wird durch hohe Erwartungen an die Rüstungsausgaben und ambitionierte Umsatzziele gestützt.

Auf einen Blick:
  • Kursanstieg von 3,4 Prozent auf 1.831 Euro
  • Technische Trendbestätigung durch GD100-Indikator
  • Erwartete Umsatzverfünffachung bis 2030
  • Analystenziel von durchschnittlich 2.195 Euro

Liebe Leserinnen und Leser,

einen sehr starken Wochenabschluss schaffte am Freitag noch die Düsseldorfer Aktie von Rheinmetall. Damit dürfen auch die Aussichten für die nun beginnende neue Woche sich erneut deutlich verbessert haben. Ein Rückblick auf die Entwicklung, die vor dem Wochenende verzeichnet worden war:

Die Notierungen waren um 3,4 % gestiegen und erreichten einen Kurs in Höhe 1831 Euro. Damit hat die Aktie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn: der Kurs drohte in den Tagen zuvor unter die Marke von 1760 Euro zu fallen.

Damit wäre der so genannte GD 100 als wichtiger Trend-Indikator für die mittelfristige Trendentwicklung erneut unterkreuzt worden. Dabei war der neue Trend am Markt erst vor wenigen Wochen erobert worden, nachdem die Rheinmetall vor allem im 4. Quartal einen eminenten Abschlag für sich hatte verbuchen müssen. Zeitweise waren die Notierungen auf Kurse von weniger als 1.500 Euro nach unten gerauscht.

Rheinmetall Aktie Chart

Rheinmetall: Aktuell wieder zurück im klaren Aufwärtstrend

Die Aktie schaffte es nun, den oben beschriebenen GD100 gerade mustergültig wieder zu nutzen. Die Aktie dreht exakt auf diesem Signal wieder nach oben ab und verabschiedete sich aus der Sorgenzone, in der wieder mit Schwierigkeiten gerechnet worden war.

Dies gilt als technisch sehr gutes Zeichen, das einen bestehenden Aufwärtstrend noch einmal bestätigt. Insofern ist der aktuelle Trend für den Titel derzeit deutlich nach oben gedreht worden. Die Aktie ist in erstklassiger, wenn auch nicht in der perfekten Verfassung.

Grönland war auch für die Rheinmetall ein großes Thema, das an den Märkten durchaus belastete

Wenig verwunderlich ist der Umstand, dass die Märkte immer noch an dem Titel festhalten. Denn: die Aussichten für Rheinmetall sind ausgesprochen gut. In den vergangenen fünf Tagen war es zwar -7,6 % nach unten gegangen. Das jedoch war er erklärbar:

Vor allem Donald Trump hatte mit seinen Aktivitäten rund um Grönland die Zweifel an der aktuellen Weltordnung deutlich werden lassen. An sich hätte die Rüstungsindustrie von den Vorgängen profitieren können, aber offensichtlich waren die Märkte nicht auf dieser Art von Angriffen vorbereitet. Sämtliche Rüstungs-Aktien, die namhaft sind, waren in dieser Phase nun relativ deutlich nach unten gelaufen.

Dies allerdings war nur ein temporäres Ereignis, das vergleichsweise rasch wieder aufgelöst werden konnte. Denn: In der Grönland Frage einigten sich die Kontrahenten relativ schnell. Donald Trump hat offenbar mit der NATO eine Übereinkunft getroffen, für die es aktuell allerdings noch keinen unterschriebenen Vertrag gibt. Der Markt lässt sich hier allerdings nicht aufhalten.

Der neue Deal zwischen Trump und der NATO soll hier helfen

Danach soll Grönland von beiden Parteien bewacht werden, auch die EU wird hier wohl als Institution mit an Bord sein. Das wiederum stärkt den Umstand, dass der Westen insgesamt in den kommenden Jahren in den Verteidigungsfragen doch noch zusammenarbeiten wird.

Das bedeutet auch, dass in anderen militärischen Fragen derzeit sicherlich nicht zurückgerudert wird. Die Rüstungsindustrie darf darauf setzen, dass in den großen Nationen nun weiter investiert wird. Jetzt wahrscheinlich sogar noch mit etwas mehr Tempo.

Konkret: die Rüstungsindustrie war ohnehin davon ausgegangen, dass in der EU bis zum Jahr 2030 bis zu 1 Billion Euro investiert würden. Rheinmetall wollte davon bis zu 300 Milliarden Euro an Auftragsvolumen bekommen. Nun wird das Tempo wahrscheinlich sogar wie beschrieben erhöht. Das bedeutet für die Rheinmetall, dass möglicherweise für die kommenden Monate sogar noch höhere Auftragsvolumina möglich sind. Zur Einordnung:

Der Umsatz im vergangenen Jahr wird bei ca. 13 Milliarden Euro taxiert. Im laufenden Jahr nun erwartet der Markt einen Umsatz in Höhe von 16 Milliarden Euro. Dies zu Grunde gelegt, sind die genannten Auftragsvolumina eine Vervielfachung.

Die Düsseldorfer hatten ohnehin eine Verfünffachung angekündigt

Genau dies hatte die Rheinmetall kürzlich auch beschrieben. Sie erwartete bezogen auf das Jahr 2024 eine Verfünffachung des Umsatz bis zum Jahr 2030. Daran hat sich nichts geändert. Inzwischen scheint aber auch der Markt in der Lage, die entsprechenden Konsequenzen daraus zu ziehen. Denn: die Kurse steigen tendenziell seit einigen Wochen wieder an.

Rückschläge wie in der vergangenen Woche sind dabei sicherlich in diesen Zeiten der Normalfall. Zuletzt war die Rüstungsindustrie vor allem auch immer dann nach unten gerauscht, wenn es wieder zu erfolgreichen Friedensverhandlungen mit der Ukraine, Russland und den USA zu kommen drohte.

Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen haben die Märkte jeweils angenommen, dass Friedensverhandlungen dem Rüstungsunternehmen beziehungsweise auch anderen Rüstungsunternehmen schaden würde. Tatsächlich sind Verträge in diesem Segment davon unabhängig.

Wenn es zu einer Friedenslösung in der Ukraine kommen würde, würden sicherlich die Standortbedingungen in der Ukraine sich massiv ändern. Es würde sehr viel neues Kriegsmaterial benötigt werden, um die Sicherung überhaupt leisten zu können. Rheinmetall produziert dabei heute schon in der Ukraine. Insofern ist kaum zu erwarten, dass ein Frieden, der ohnehin sehr weit entfernt ist, hier die Geschäftspolitik in irgendeiner Form beeinträchtigen würde.

Insofern hat der Markt sich in diesen Fragen zuletzt schlicht geirrt. Massive Kursgewinne erwarten entgegen, anders als der Markt, die Analysten in ihren Zielschätzungen für den Kurs. Die Schätzungen sind in den vergangenen Wochen insgesamt nicht mehr massiv nach oben gelaufen.

Allerdings wird ohnehin damit gerechnet, dass das Unternehmen einen Kursaufschlag in Höhe von circa 20 % schaffen kann. 2195 Euro sind derzeit das von den Analysten im Durchschnitt formuliert Kursziel. Mit 36,6 % Abstand ist das höchste Kursziel 2500 Euro noch recht deutlich entfernt. Daran dürften die Märkte sich derzeit noch ein wenig abarbeiten, auch wenn nun die Goldman Sachs ebenfalls ein hohes Kursziel von 2.300 Euro formuliert hat. Aktuell geht es nun um die Hürde von 2.000 Euro, die in der neuen Stimmung möglicherweise in dieser Woche dann ernsthaft angegangen werden kann.

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