Der Mittwoch ist einer der besseren Tage für Rheinmetall an der Börse, zumindest bislang. Die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns schob sich bis zum Nachmittag im Xetra-Handel um immerhin 1,47 Prozent auf aktuell 1.162 Euro. Damit allerdings notieren die Papiere weit unter ihrem Rekordhoch von 2.007 Euro aus dem Oktober, und noch weiter unter der gewagten Prognose einer US-Bank. Diese hatte vor gut einem Monat noch einen enormen Anstieg der Rheinmetall-Aktie vorhergesagt. Davon aber ist nichts zu sehen.
2.300 Euro als Kursziel für Rheinmetall
Es war die US-Investmentbank Goldman Sachs, die ihre Einstufung für Rheinmetall mit einem Kursziel von sage und schreibe 2.300 Euro auf „Buy“ belassen hatte, was fast einer Verdopplung entspräche. Zeitpunktbedingt sei der Umsatz des ersten Quartals etwas mau gewesen, schrieb Sam Burgess nach den Eckdaten der Düsseldorfer zwar. Angesichts jüngster Kursschwächen und der starken Wachstumserwartungen an das erste Halbjahr habe die Meldung aber die Chance, „zum reinigenden Gewitter zu werden“.
- Das mit dem Gewitter kann man durchaus so sehen, allerdings nicht so wie von Burgess erwartet
- Zum Analysezeitpunkt war die Aktie von Rheinmetall noch mit rund 1.450 Euro bewertet worden
Mit dem vollständigen Quartalsbericht am 7. Mai sollte das Unternehmen vor allem das Vertrauen in mehr Dynamik im zweiten Quartal und die Jahresziele stärken, vermutete der US-Analyst – und sollte sich irren. Statt zuzulegen haben die Anteilscheine seitdem rund 20 Prozent an Wert eingebüßt.
„Gute Aussichten“ für Rheinmetall? Eher nicht!
Daran änderte auch die ebenfalls zuversichtliche Einschätzung durch Christoph Laskawi von Deutsche Bank Research Ende Mai nicht, er hatte die Rheinmetall-Aktie anlässlich einer Investorenveranstaltung mit einem Kursziel von 2100 Euro auf „Buy“ belassen. Die Aussichten des Rüstungskonzerns, die Ziele für das Gesamtjahr 2026 im Einklang mit der Entwicklung im ersten Halbjahr zu halten, seien gut, schrieb Laskawi. Die Märkte sehen das bislang offenbar anders, trotz vielversprechender Kooperationen.
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