Am Dienstagmorgen konnte die Rheinmetall-Aktie leicht zulegen – um 0,9 % auf 1.155 Euro. Auf 1-Monats-Sicht summierte sich das Plus damit auf rund +19 %. Der Titel ist jedoch nach wie vor weit von alten Höchstständen entfernt (Stand: 11.08.2026, 9:15 Uhr).
Zwischenzeitlich hat Rheinmetall ein weiteres Update gemeldet. So will der Konzern gemeinsam mit dem US-Giganten Boeing beim Aufbau einer neuen Generation unbemannter Kampfflugzeuge vorankommen.
Im Mittelpunkt steht die MQ-28 Ghost Bat, die als sogenanntes Collaborative Combat Aircraft (CCA) gemeinsam mit bemannten Kampfjets eingesetzt werden soll. Der Vorteil: Die Plattform ist bereits weit entwickelt und muss nicht erst von Grund auf neu gebaut werden. Damit könnte Deutschland schneller eigene Fähigkeiten in diesem Bereich aufbauen.
Rheinmetall-Aktie: Deutsche Technik soll in die Ghost Bat integriert werden
Rheinmetall will dabei eine zentrale Rolle als Systemintegrator in Deutschland übernehmen. Das bedeutet: Das Unternehmen soll dafür sorgen, dass deutsche Sensoren, Waffen und Software mit der Ghost Bat zusammenarbeiten. So könnte die Bundeswehr eine bereits erprobte Plattform nutzen und gleichzeitig wichtige technische Fähigkeiten im eigenen Land entwickeln.
Die MQ-28 hat bereits zahlreiche Testflüge absolviert und war nach Angaben von Boeing auch bei internationalen Militärübungen im Einsatz. Die Plattform ist zudem modular aufgebaut und kann deshalb an neue Aufgaben angepasst werden. Nach bisherigen Tests soll sie sowohl für Einsätze gegen Ziele in der Luft als auch für Angriffe auf Ziele am Boden geeignet sein.
Rheinmetall-Aktie: Einstieg in ein wichtiges Zukunftsfeld
Für Rheinmetall eröffnet die Zusammenarbeit mit Boeing damit ein weiteres Geschäftsfeld. Das Unternehmen will nicht nur eine ausländische Kampfdrohne nach Deutschland bringen, sondern eine eigene Entwicklungs- und Integrationsfähigkeit aufbauen. Software, Missionsplanung und die Einbindung deutscher Technik sollen innerhalb des deutschen Industrieverbunds erfolgen. Zum beteiligten Netzwerk gehören neben Rheinmetall auch HENSOLDT, Diehl Defence und Rohde & Schwarz.
Für Anleger ist vor allem der Zeitfaktor interessant: Deutschland strebt den Aufbau einer CCA-Fähigkeit bis 2029 an. Durch die bereits weit entwickelte Ghost Bat könnte Rheinmetall früher praktische Erfahrungen sammeln und diese später auch für andere unbemannte Kampfsysteme nutzen. Damit könnte die Kooperation nicht nur kurzfristig neue Aufträge ermöglichen, sondern Rheinmetall auch langfristig stärker im Markt für unbemannte Luftfahrzeuge positionieren.
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