Rheinmetall-Aktie: Es geht jetzt Schlag auf Schlag!

Die Rheinmetall-Aktie notierte am Freitag auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr. Dabei hatte der Rüstungskonzern die nächste gute Nachricht verbreitet.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie fiel am Freitag auf zwischenzeitlich nur noch 1.309 Euro
  • So niedrig bewertet wurde der Rüstungstitel im zurückliegenden Jahr noch nie
  • Eine neu vermeldete Kooperation mit IBM und anderen Größen änderte nichts
  • Die Partner entwickeln gemeinsam KI‑gestützte, autonome Überwasserfahrzeuge

Nein, das war bislang zweifellos nicht der Monat für Rheinmetall, zumindest nicht an der Börse. Am Freitag fielen die Papiere des Rüstungskonzerns auf zwischenzeitlich noch 1.309 Euro – und damit den niedrigsten Stand seit Ende März 2025. Es ist unklar, was die Rheinmetall-Aktie derzeit so belastet, die Analysten sind mehrheitlich positiv gestimmt mit hohen Kurszielen. Und auch im Operativen geht es beim Konzern derzeit Schlag auf Schlag, im absolut positiven Sinne. Jedoch ohne Wirkung an den Märkten.

Rheinmetall mit Partnern an Überwasserfahrzeugen

Denn nachdem Rheinmetall am Mittwoch einen Auftrag der Bundeswehr über Loitering-Munition-Systeme im Milliardenbereich hemeldet hatte, ging es am Freitag um eine Kooperation mit Industriegrößen: Die Rheinmetall-Division Naval Systems habe mit IBM, Anschütz und besecke eine strategische Technologie-Zusammenarbeit zur Entwicklung autonomer Überwasserfahrzeuge vereinbart, teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit.

„Der erste Versuchsträger, das 12-Meter-Einsatzboot AMC12 (Autonomous Modular Craft) wurde im Rahmen der diesjährigen SeaSEC in Rostock erstmals erfolgreich getestet und demonstrierte mehrere Fähigkeiten, darunter einen neuen autonomen Modus“, so Rheinmetall. Das KI‑gestützte System verfüge über erweiterte autonome Fähigkeiten für die Teilnahme am und zur Verbesserung der Entscheidungsfindung und Sicherheit im Seeverkehr sowie zur seeseitigen Aufklärung, Überwachung und Verteidigung.

  • Der SeaSEC-Einsatz des AMC12 erfolgte demnach mit dem Ziel, Aufklärung zum Schutz kritischer Infrastruktur wie Pipelines oder Offshore-Windparks zu testen
  • Der Versuchsträger wurde in Vorleistung durch die Industriepartner entwickelt und unterstreiche den Schulterschluss bedeutender Industriepartner der maritimen Branche

Es sei das Ergebnis gemeinsamer Forschung

„Dieser Fähigkeitsträger ist das Ergebnis gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf der Grundlage bedarfsgerechter Analysen und qualifizierter Lageeinschätzungen aktueller und künftiger Bedrohungsszenarien“, so Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems. Ziel sei es, „unsere Streitkräfte mit dem Equipment auszurüsten, das sie benötigt, um ihre Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung bestmöglich zu erfüllen“.

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