Rheinmetall-Aktie: Jetzt geht es Schlag auf Schlag!

Die Aktie von Rheinmetall ist mit einem weiteren Aufschlag in den Montag gestartet. Dafür sorgten zweifellos auch eine ganze Reihe guter Nachrichten.

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie hat nach ihrem Kursknick seit Freitag wieder ordentlich zugelegt
  • Der Konzern kooperiert mit Nooteboom Trailers bei militärischen Lkw-Aufliegersystemen
  • Indes bereitet sich Rheinmetall offenbar auf die Übernahme der Iveco-Militärlastwagen vor
  • TankE will den von Rheinmetall entwickelten Ladebordstein zudem flächendeckend ausrollen

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf die Jahreszahlen 2025 hatte die Aktie von Rheinmetall in der Vorwoche noch mit einem kleinen Rücksetzer reagiert, auch weil sich das Wachstum beim Rüstungskonzern etwas weniger dynamisch darstellte als erwartet. Seit Freitag aber streben die Papiere wieder nach oben. Hatte die Rheinmetall-Aktie die Marke von 1600 Euro vor dem Wochenende noch knapp verpasst, fiel diese am Montag im frühen Handel. Und auch auf Nachrichtenseite ist rund um das Unternehmen seit den Zahlen einiges geboten, es geht Schlag auf Schlag.

Rheinmetall kooperiert nun mit Nooteboom Trailers

So hatte Rheinmetall am Donnerstag gemeldet, dass man mit dem niederländischen Spezialisten für Schwerlastanhänger Nooteboom Trailers B.V. eine Kooperationsvereinbarung über die Entwicklung und den Vertrieb von militärischen HET-Aufliegersystemen (Heavy Equipment Trailer) geschlossen habe. Die Kooperation beinhaltet demnach eine die gemeinsame Entwicklung, Industrialisierung und Vermarktung von militärischen Schwerlasttransporter-Aufliegersystemen.

Die Partnerschaft sei „eine Reaktion auf den deutlich steigenden Bedarf an militärischen geländegängigen Schwerlasttransportern in Europa“, schreibt Rheinmetall. Dieser sei bedingt durch den zunehmenden Einsatz von schweren Rad- und Kettenfahrzeugen sowie durch groß angelegte Beschaffungsprogramme der NATO für Kampfpanzer, Schützenpanzer und selbstfahrende Haubitzen.

  • „Die Zusammenarbeit stärkt die Position beider Unternehmen im Bereich der militärischen Mobilität“, heißt es
  • Sie trage zudem „zu einer widerstandsfähigen und wettbewerbsfähigen europäischen Verteidigungsindustrie bei“

Iveco-Militär-Lastersparte steht wohl vor Übernahme

Dazu passt die Nachricht vom Montag, dass Rheinmetall sich darauf vorbereite, die Produktion der italienischen Iveco-Militärlastwagen zu übernehmen. „Da das Unternehmen bereits vergleichbare Fahrzeuge unter der Marke RMMV herstellt, käme ein solcher Schritt faktisch einer Übernahme eines Konkurrenten gleich“, heißt es bei n-tv. Laut der Agentur Reuters bestehe bereits eine grundsätzliche Vereinbarung mit dem italienischen Rheinmetall-Partner Leonardo. Der Prozess verzögere sich jedoch derzeit, da die Verhandlungen noch nicht beginnen können, so der Bericht. Der Grund dafür sei, dass Leonardo die Übernahme der Verteidigungssparte von Iveco noch nicht abgeschlossen hat.

Bereits im August 2025 hatte das Handelsblatt vermeldet, dass der Nutzfahrzeughersteller Iveco zerschlagen werde. „Die Rüstungssparte übernimmt der Rüstungskonzern Leonardo, das Geschäft mit Militär-Lastwagen könnten die Italiener nun an Rheinmetall weiterreichen.“ Das Lkw-Geschäft gehe derweil nach Indien zu Tata.

Rheinmetalls Ladebordstein bald flächendeckend?

Während Rheinmetall im militärischen Bereich seine Aktivitäten also ausweitet, ist das auch in einem weniger prominenten Geschäftsfeld der Fall: Denn die Rheinmetall AG und die TankE GmbH (Köln) haben jetzt eine strategische Partnerschaft zur Markteinführung und flächendeckenden Installation des von Rheinmetall entwickelten Ladebordsteins vereinbart. Ziel der Kooperation sei es, die innovative Ladelösung für Elektroautos nach erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekten nun serienmäßig in Städten, Kommunen und bei privatwirtschaftlichen Betreibern auszurollen, wie TankE vor dem Wochenende mitteilte.

Rheinmetall bringe dabei seine Kompetenz als Hersteller der Hardware ein, während der Kölner Ladeinfrastruktur-Dienstleister Planung, Installation, Betrieb und Wartung als Full-Service-Anbieter übernehme. Mit der Partnerschaft reagieren beide Unternehmen demnach auf den wachsenden Bedarf an platzsparender und wirtschaftlicher Ladeinfrastruktur, insbesondere in urbanen Räumen.

  • Der Ladebordstein ermöglicht das Laden von Elektrofahrzeugen direkt am Straßenrand und bietet damit eine Alternative zu herkömmlichen Ladesäulen
  • Die Lösung überzeuge durch hohe technische Verfügbarkeit, einfache Bedienung und eine robuste Bauweise insbesondere in dicht bebauten Innenstädten

Rheinmetall-Tochter TankE als Treiber der E-Mobilität

Im Rahmen der Partnerschaft nimmt die TankE GmbH den Ladebordstein daher als Ladelösung in ihr Portfolio auf und bietet diesen Kommunen, Stadtwerken sowie Unternehmen aus Industrie, Gewerbe und Logistik an. Als Tochterunternehmen der RheinEnergie AG verfüge TankE über langjährige Erfahrung in der Umsetzung von Ladeinfrastrukturprojekten und positioniere sich mit dem Ladebordstein „als Treiber einer modernen, klimafreundlichen Mobilität“.

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