Liebe Leserinnen und Leser,
wer derzeit auf die Rüstungswerte setzt, muss weiterhin mit einigen Enttäuschungen am Markt rechnen. Dies betrifft auf die Aktie aus Düsseldorf, Rheinmetall. Vor dem letzten Tag der Woche sind die Vorzeichen aktuell nicht einmal die besten. Rückblick:
Einen erneut schwachen Tag hat die Aktie von Rheinmetall am Donnerstag nun zum Leidwesen der schon gut gelaunten Investoren hinnehmen müssen. Die Notierungen sind gestern -1,04 % gefallen. Das Papier ist auf 1672 Euro gerutscht und hat damit die runde Marke von 1.700 Euro wieder einmal hinter sich gelassen.
Damit ist die Aktie unter wichtige Trendsignale gefallen, die technische Analysten betrachten.
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall: Es geht derzeit für die Düsseldorfer nicht richtig voran
Die Rheinmetall ist durch den Rutsch unter Indikatoren wie den GD100 oder den GD200 klar in den formalen Abwärtstrend gefallen. Die Abstände für eine Erholung sind nicht allzu groß, aber sie sind nun für die Skeptiker ein gefundenes Fressen.
Denn dies wiederum bedeutet, dass möglicherweise Algorithmen hier die negative Tendenz verstärken. Solche Algorithmen, häufig eingesetzt von institutionellen Investoren wie zum Beispiel Fonds, sind am Markt relativ bedeutend.
Allerdings sind die Aussichten auf steigende Kurse dennoch vergleichsweise deutlich besser, als dies auf den ersten Blick scheint. Seit Ende November hat die Aktie mit steigenden immer wiederkehrenden Tiefpunkten einen deutlichen Schub nach oben bekommen. Die Chartanalysten sprechen bei steigenden Tiefpunkten denn auch davon, dass die Aktie zwar zeitweise enttäuscht, am Ende aber vor allem nur stark schwankt. Dennoch ist hier eine klare Aufwärtsbewegung über einen bestimmten Zeitraum zu erkennen.
Im Moment allerdings sind die Börsen offensichtlich verunsichert.
Die Verunsicherung an den Börsen hält aktuell für die Rheinmetall noch immer an
Am gestrigen Donnerstag ging es darum, dass die Branchenaktie von Hensoldt sehr schwach gewesen ist. Hensoldt hat mit den Quartalszahlen die Börsen enttäuscht. Der Konzern hat eine insgesamt deshalb nicht gut geheißene Entwicklung genommen, weil jetzt die Aussichten für die neue Saison insgesamt schwächer geworden sind. Oder andersherum: Das neue Geschäftsjahr wird für die Hensoldt wohl keine nennenswerten guten Zuwächse bringen. Dies wiederum hat die Aktie der Rheinmetall bei Verlusten der Hensoldt von über 4 % sicherlich auch belastet.
Doch auch hier gab es noch immer Hoffnung. Denn dabei überraschte dennoch die DZ Bank mit einer immensen Einschätzung. Das Bank-Haus hat durch seine Analysen den fairen Wert für die Hensoldt inzwischen zwar auf 104 Euro gesenkt. Die Aktie allerdings sei immer noch ein Kauf, heißt es.
Rheinmetall hat sicherlich unter dieser Entwicklung wie auch unter schwachen Vorgaben bei einigen anderen Titeln etwas gelitten. Generell allerdings sind die Nachrichten für die Düsseldorfer weiterhin sehr gut. Die eigenen Quartals-Zahlen werden zwar erst am 11. März kommen. Dennoch ist das Unternehmen ganz sicher zumindest auf einem relativ guten Weg.
Der Umsatz im gesamten laufenden Jahr wird auf mindestens 14 Milliarden Euro geschätzt. Die Netto-Ergebnisse sollen sich um circa 70 % erhöhen und 1,7 Milliarden Euro erreichen. Dies mag manchen Börsianern auf der einen Seite sicherlich nicht schnell genug gehen, zeigt aber, dass die Aktie dennoch einen sehr gesunden Konzern abbildet. Wenig verwunderlich:
Rheinmetall liefert in der Rüstungswelle in Deutschland, in der EU und in Nato-Staaten insgesamt einen Kauf-Anlass nach dem nächsten. Es gibt Aufträge, die das ohnehin schon starke Geschehen weiter aufwärts treiben. Rheinmetall steht nach Angaben einer Zeitung kurz davor, einen weiteren Drohnenauftrag der Bundeswehr zu halten.
Aufträge erhält die Rheinmetall permanent
Solche Aufträge sind bei der Rheinmetall inzwischen schon fast Tagesgeschäft. Es gibt immer wieder Anlass darüber nachzudenken, dass die Rüstungsindustrie ohnehin auch ohne Nachrichten von den derzeitigen politischen Entwicklung weiter profitieren wird. Rheinmetall liefert zusätzlich wie beschrieben Auftrags- und Projektimpulse. So war auch unter anderem bekannt geworden, dass Rheinmetall ein neues modulares militärische Schutzwesten-System vorstellt.
Davor hat die Rheinmetall Gespräche mit OHB geführt, um Satellitensysteme im Weltall zu bauen. Deutschland setzt nun genau auf solche Satellitensysteme und möchte insgesamt 35 Milliarden Euro ausgeben, war bekannt geworden.
Dies ist nur ein Auszug dessen, was Rheinmetall an Nachrichten direkt im Zusammenhang mit Rüstungskonzepten am Markt verbreitet hat. Generell gibt es wenig Zweifel daran, dass die Rheinmetall in den kommenden Jahren genau wegen steigender Auftragsvolumina auch weiterhin massiv wachsen wird.
Die Kursziele für die Rheinmetall sind aktuell noch immer hoch bzw. höher
Das Unternehmen ist ohnehin aus Sicht der Analysten genau mit Blick auf solche Vorgänge unterbewertet. Konkret meinen Analysten mit ihren durchschnittlichen Schätzungen, dass das Unternehmen immerhin ein Kursziel von 2127 Euro hätte. Dafür gehen die Analysten von steigenden wirtschaftlichen Kennziffern aus.
Generell gilt am Markt, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren wie zum Beispiel 2027 bereits noch deutlich Umsatzsteigerungen erzielen wird. 19,5 Milliarden Euro Umsatz werden für das Jahr 2027 vermutet. Das Nettoergebnis des Unternehmens wird sich dann noch einmal um circa 700 Millionen Euro weiter aufwärts schieben. Gegenüber dem Jahr 2025 wird dann insgesamt eine Ver 2,5 fachung des Nettoergebnisses zu verbuchen sein.
Rheinmetall selbst kündigt jetzt schon an, dass im Jahr 2030 in Bezug auf die Umsätze im Jahr 2024 eine Verfünffachung des Umsatzes erreicht wird. Es gibt also insgesamt kaum Zweifel daran, dass die Geschäfte immer weiter ausgebaut werden, dass die Nettogewinne steigen, dass der Umsatz steigt.
Analysten wie beschrieben heben den Daumen, im Maximum sogar auf Kursziele von 2500 Euro. Nur der Markt spielt derzeit noch nicht mit.
Sei es drum, sagen einige Investoren. Immerhin wird das Unternehmen im März, am 11. März genauer gesagt, seine Zahlen für das 4. Quartal des abgelaufenen Jahres vorstellen. Dann werden wieder starke Ergebnisse erwartet und auch hinreichend starke Prognosen für das nun laufende Geschäftsjahr kommuniziert. Es ist damit zu rechnen, dass die Rheinmetall irgendwann auch den Schätzungen der Analysten gerecht werden wird. Die Aktie könnte dann also steigen.
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