Rheinmetall-Aktie: Es geht explosiv weiter!

Das Werk in Albacete kann jährlich rund drei Millionen Komponenten für Mittelkalibermunition herstellen.

Auf einen Blick:
  • Neue Fertigung in Albacete gestartet
  • Rund 20 Millionen Euro investiert
  • Jährlich drei Millionen Komponenten Kapazität
  • Belegschaft soll auf 300 wachsen

Rheinmetall beschleunigt den Ausbau seiner Munitionsproduktion in Europa weiter. Am spanischen Standort Albacete hat die Tochtergesellschaft Rheinmetall Expal Munitions eine neue Fertigung für Mittelkalibermunition in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil des konzernweiten Kapazitätsausbauprogramms „Firepower“, mit dem Rheinmetall auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach Munition reagiert.

Rheinmetall-Aktie: Kapazität für rund drei Millionen Komponenten pro Jahr

In den Ausbau des Werks investierte der Konzern rund 20 Mio. Euro. Die neue Fertigung kann künftig jährlich etwa 1,2 Millionen Geschosse und 1,8 Millionen Patronenhülsen für Mittelkalibermunition im Bereich von 20 bis 35 Millimetern herstellen. Insgesamt entspricht dies einer Kapazität von rund drei Millionen Munitionskomponenten pro Jahr.

Die Komponenten werden anschließend innerhalb des Rheinmetall-Netzwerks weiterverarbeitet, unter anderem für Munition von Schützenpanzern und Flugabwehrsystemen.

Rheinmetall-Aktie: Personalaufbau und weitere Expansion

Parallel wächst auch die Belegschaft am Standort deutlich. Die Mitarbeiterzahl soll von derzeit rund 210 auf etwa 300 Beschäftigte steigen. Zusätzlich erweitert Rheinmetall die bisherigen Kernkompetenzen des Werks im Bereich Mörsersysteme und hat dafür eine weitere Produktionshalle mit rund 5.200 Quadratmetern Nutzfläche errichtet.

Vorstandschef Armin Papperger bezeichnete Albacete als wichtiges Kompetenzzentrum für Munitionskomponenten und Waffensysteme. Die neue Fertigung soll insbesondere die Produktion von Mittelkalibermunition deutlich erhöhen.

Zur Einordnung: Die Inbetriebnahme zeigt, wie konsequent Rheinmetall seine europäische Munitionsproduktion ausweitet. Während zuletzt häufig über neue Panzer-, Satelliten- oder Drohnenabwehrprojekte berichtet wurde, bleibt Munition einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Konzerns.

Besonders Mittelkalibermunition wird für moderne Schützenpanzer, Flugabwehr- und Nahbereichsverteidigungssysteme benötigt. Mit dem Projekt „Firepower“ schafft Rheinmetall daher nicht nur zusätzliche Kapazitäten, sondern stärkt gleichzeitig seine Rolle als einer der wichtigsten Munitionslieferanten der NATO-Staaten.

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