Die Aktie von Rheinmetall scheint noch einmal das Rekordhoch von 2008 Euro ins Visier zu nehmen. Bereits zum Wochenbeginn waren die Papiere des Rüstungskonzerns im Xetra-Handel bis auf 1935 Euro nach oben gezogen, waren jedoch am Mittwoch wieder auf zwischenzeitlich 1.853 Euro zurückgefallen. Am Donnerstag zum Handelsschluss aber standen wieder 1.913 Euro auf dem Kurszettel der Rheinmetall-Aktie. Die Kaufempfehlungen in dieser Woche hatten dem Titel sichtlich gutgetan.
Analysten bestätigen ihre Rheinmetall-Kursziele
Denn gleich drei Institute meldeten sich seit Wochenbeginn zu Rheinmetall – und alle sehen die Aktie derzeit als unterbewertet an. Allen voran die US-Bank JP Morgan, wie folgende Ausflistung durch finanzen.net dokumentiert:
- Deutsche Bank:2100,00 EUR, +9,83%
- JP Morgan: 2250,00 EUR, +17,68%
- Berenberg Bank: 2200,00 EUR, +15,06%
Der Ukraine-Krieg sei zuletzt etwas aus den Schlagzeilen verdrängt worden, schrieb JP Morgan-Analyst David Perry demnach. Im Fokus stünden die wohl weiter steigenden US-Rüstungsausgaben, die Militäraktion in Venezuela sowie die Grönland-Frage. Perry sieht BAE Systems, Leonardo und Qinetic zunächst als Profiteure der US-Budget-Aussichten. Doch auch Rheinmetall beließ er auf „Overweight“.
Die Rheinmetall-Aktie bleibe „sein Top-Favorit“, wie derweil Berenberg-Analyst George McWhirter betonte. Die US-Militäraktion in Venezuela sowie die Grönland-Frage hätten die geopolitische Unsicherheit weiter erhöht, glaubt auch er. Seine Erwartung eines Dekade langen Anstiegs der europäischen Rüstungsausgaben sieht McWhirter demnach bestätigt. Die Rüstungsbranche sei zudem niedriger bewertet als der Bereich zivile Luftfahrt.
Rheinmetall eine „Chance für Anleger“
Doch auch Christoph Laskawi von Deutsche Bank Research sieht noch knapp zehn Prozent Kurspotenzial bei Rheinmetall. Die Aktie biete „Chancen für Anleger“ angesichts des erwarteten Wachstums des Rüstungskonzerns, schrieb er laut Medienberichten in seiner Studie. Der Auftragsbestand dürfte in den kommenden Monaten um die 120 Milliarden Euro erreichen, so Laskawi.
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