Die neue Woche begann für die Aktie von Rheinmetall, wie die vergangene geendet war: mit Kursverlusten. Nachdem die Papiere des Rüstungskonzerns sich nach mehreren Auftragsmeldungen am Dienstag der Vorwoche auf Tradegate bis 1.146 Euro vorgearbeitet hatten, waren sie vor dem Wochenende wieder auf 993 Euro zurückgefallen. In der ersten Handelsstunde am Montag ging es mit der Rheinmetallaktie weitere 1,1 Prozent zurück auf noch 983 Euro. Die Frage ist: warum?
Rheinmetall meldete Millionenauftrag aus Kuwait
Denn seit Freitag ist bekannt, dass Rheinmetall die Kuwaitischen Seestreitkräfte mit Multi Ammunition Softkill Systemen (MASS) beliefert. Es handelt sich laut Unternehmensmitteilung um die erstmalige Lieferung des Täuschkörperwerfers nach Kuwait. Insgesamt werden acht Schiffe ausgestattet. Der Auftragswert liegt im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Weiterer Bestandteil der Beauftragung sei die zugehörige Omnitrap-Munition mit einem Auftragswert vo mehreren Millionen, wie es heißt. Integrations- und Verifikationsaktivitäten seien ebenfalls Teil der Beauftragung.
- Der Gesamtauftragswert wurde laut Rheinmetall noch im zweiten Quartal 2026 eingebucht.
- Der Lieferzeitraum startet bereits mit Eingang des Auftrags im zweiten Quartal dieses Jahres
MASS schützt Schiffe und Boote vor vielfältigen Bedrohungen wie Angriffen mit Anti-Schiffs-Flugkörpern oder Laser-gelenkten Waffen auf hoher See ebenso wie in küstennahen Gewässern oder auf Flüssen.
Rheinmetall liefert MASS bis 2029
Rheinmetall wird MASS bis 2029 und im Rahmen des größten Schiffbauprogramms in Kuwait seit mehr als 15 Jahren liefern. So werden etwa Lenkwaffenboote der Al Dorra-Klasse mit dem MASS ausgestattet. Bei dieser Klasse handelt es sich nach Unternehmensangaben um ein vielseitiges Stealth-Hochseepatrouillenschiff, gebaut von Abu Dhabi Ship Building im Auftrag der EDGE-Gruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als Hauptauftragnehmerin. Die Anleger allerdings zeigen sich von all dem unbeeindruckt, auch von sämtlichen Kaufempfehlungen.
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