Rheinmetall-Aktie: Ein Fest!

Rheinmetall-Aktie steigt um 1,88 Prozent und überwindet die 1.100-Euro-Marke. Rüstungsausgaben und NATO-Gipfel stützen die Erholung.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt auf 1.114 Euro
  • Kursgrenze von 1.100 Euro zurückerobert
  • NATO-Gipfel und Haushaltsentwurf stützen
  • CEO fordert verbindliche Zusagen

Einen ordentlichen Aufschlag schafft heute die Aktie von Rheinmetall. 1.114 Euro stehen auf dem Kurstableau. Ein Plus von 1,88 % schaffte die Aktie und konnte damit auch die Kursgrenze von 1.100 Euro wieder überwinden. Das ist noch kein großer Befreiungsschlag, aber ein gutes Signal. Die Düsseldorfer entfernen sich von ihrem absoluten Tiefpunkt der vorvergangenen Woche, als es zeitweise danach aussah, der Titel würde auch noch 900 Euro unterkreuzen.

Die Zuversicht rund um die Rheinmetall wird wieder größer!

Das wiederum dürfte unter anderem damit zu tun haben, dass die Politik inzwischen ganz offen in die Rüstung investiert. Die Rüstungsindustrie darf sich freuen, dass zum Beispiel ein NATO-Gipfel einberufen wird. Dort geht es um Geld und große Investitionen. Schon hat sich der CEO dazu geäußert und fordert „verlässliche“ Zusagen aus der Politik.

Passend dazu hat der Bundesfinanzminister einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgelegt, in dem die Verteidigung offenbar einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmacht. Knapp 110 Mrd. Euro werden ausgegeben, rund 30 % mehr als ein Jahr zuvor.

Die Aktien aus der Rüstungsindustrie dürfen sich also darüber freuen, dass der Bund investiert. Rheinmetall selbst ist mit der oben genannten Forderung in die Offensive gegangen und hat vor dem NATO-Gipfel erklärt, das Unternehmen fordere, dass künftige finanzielle Verpflichtungen aus der Politik verbindlich sein müssten.

Dies bezieht sich offensichtlich auf den F126-Fregattenfall. Hier war Rheinmetall insofern überrascht worden, als ein milliardenschwerer Fregattenauftrag nicht kam. Dies hatte die Aktie am Mittwoch vor einer Woche um 18 % abstürzen lassen.

Rheinmetall Aktie Chart

Inzwischen erholt sich das Papier wieder langsam. Analysten haben ihre hohen Kursziele etwas nach unten revidiert. Diese liegen allerdings immer noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau an den Märkten.

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