Rheinmetall-Aktie: Fast 600 Euro!

Rheinmetall meldet starke Quartalszahlen und neue Geschäftschancen, während die Aktie technisch schwach bleibt und Analysten höhere Kurse sehen.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert binnen einer Woche fast neun Prozent
  • Zweites Quartal mit 3,29 Milliarden Euro Umsatz
  • Bradley-Erneuerung eröffnet US-Chance ab 45 Milliarden Dollar
  • Auftragsbestand übersteigt 80 Milliarden Euro

1.035 Euro stehen für Rheinmetall nach einem Verlust von 3,51 % am gestrigen Tag auf der Kurstafel. Es sieht nicht so aus, als würde sich in der Bewertung in den kommenden Tagen etwas Entscheidendes ändern. In einer Woche verlor die Aktie fast 9 %. Technisch bleibt das Bild schwach, gleichzeitig steht dem Kursrückgang ein Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro gegenüber.

Rheinmetall: Zahlen gut, Aufträge kommen, Börsen streiken

Im zweiten Quartal erreichte Rheinmetall 3,29 Milliarden Euro Umsatz und rund 562 Millionen Euro operativen Gewinn. Neue Chancen entstehen in den USA: American Rheinmetall will bei der Erneuerung der M2-Bradley-Flotte mitmischen. Das mögliche Programmvolumen liegt bei rund 45 Milliarden Dollar oder mehr. Rheinmetall steht dabei im Auswahlverfahren gegen General Dynamics. Bereits vor einer möglichen großen Vergabe Ende 2027 können Entwicklungsverträge entstehen.

Auch in Deutschland bleibt das Geschäft mit der Bundeswehr ein wichtiger Faktor. Jüngst kamen neue Aufträge z. B. darüber, in Litauen ein Camp für Soldaten zu errichten.

Rheinmetall Aktie Chart

Damit stehen dem schwachen technischen Trend erhebliche langfristige Auftragsperspektiven gegenüber. Die Börsen wollen hier nicht mitmachen, aber: Analysten sehen weiterhin Kurse von mehr als 1.650 Euro. Kurzfristig bleibt die Marke von 1.000 Euro die entscheidende Marke, um einen Absturz formal zu vermeiden. Die Aktie wird jedoch ausgesprochen kritisch gesehen, wenn es um die charttechnischen Aussichten geht. Viel fehlt nicht mehr, dann müssen die Märkte hier tatsächlich noch einen Kurs von weniger als 1.000 Euro verarbeiten. Charttechniker würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen! Rheinmetall leidet nicht nur unter dem Misstrauen dem Unternehmen gegenüber, sondern auch an der Schwäche der gesamten Rüstungsindustrie an den Aktienmärkten in den vergangenen Wochen.

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