Rheinmetall-Aktie: Explosiv nach dem Crash!

Rheinmetall plant Marschflugkörper-Produktion in Deutschland und erholt sich von vergangenen Verlusten.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt um 2,5 Prozent
  • Produktion von Marschflugkörpern geplant
  • Kooperation mit niederländischem Partner Destinus
  • Europäische Alternative zu US-Waffen

Nach den schweren Verlusten von letzter Woche infolge enttäuschender Umsatzzahlen startete die Rheinmetall-Aktie am Montagvormittag wieder freundlicher in den Handel. So verzeichnete der Rüstungs-Titel ein Plus von 2,5 % auf 1.239 Euro. Das 1-Monats-Minus verringerte sich damit etwas auf -16,0 % (Stand: 11.05.2026, 8:30 Uhr).

Derweil hat Rheinmetall starke Fortschritte bei der Produktion in Deutschland in Aussicht gestellt, wie unter anderem der NDR berichtet. So plant der Düsseldorfer Rüstungskonzern, an seinem Standort in Unterlüß im Landkreis Celle Marschflugkörper mit großer Reichweite zu fertigen. Konzernchef Armin Papperger zufolge soll die Produktion noch im laufenden Jahr anlaufen.

Rheinmetall-Aktie: Zusammenarbeit mit niederländischem Partner

Für das neue Vorhaben kooperiert Rheinmetall mit dem niederländischen Rüstungsunternehmen Destinus. Deren neues Waffensystem „Ruta 2″ soll eine Nutzlast von 250 Kilogramm tragen und Ziele in einer Entfernung von rund 700 Kilometern treffen können. Zur Zielerkennung kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Das Vorgängermodell sei bereits gegen militärische Einrichtungen in Russland eingesetzt worden, erklärte Papperger. Beide Unternehmen hatten bereits im April angekündigt, in der zweiten Jahreshälfte ein gemeinsames Tochterunternehmen namens „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ zu gründen, das Marschflugkörper und ballistische Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern soll.

Destinus produziert derzeit nach eigenen Angaben rund 2.000 Marschflugkörper pro Jahr. Durch den Zusammenschluss soll diese Menge deutlich ausgebaut werden.

Rheinmetall-Aktie: Europäische Alternative zu US-Waffen

Der Hintergrund des Projekts ist die wachsende Sorge innerhalb der NATO vor einer militärischen Bedrohung durch Russland. Gleichzeitig gilt es als zunehmend unwahrscheinlich, dass die USA unter Präsident Donald Trump geplante Stationierungen amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland umsetzen werden. Das Gemeinschaftsprojekt könnte damit eine wichtige Lücke in Europas Verteidigungsfähigkeit schließen.

Für Anleger ist das Projekt ein weiteres Signal, dass Rheinmetall seine Position als zentraler europäischer Rüstungslieferant weiter ausbaut. Marschflugkörper sind unbemannte, präzisionsgesteuerte Flugkörper, die über große Distanzen Ziele angreifen können und bei modernen Streitkräften eine immer wichtigere Rolle spielen.

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