Nachdem die Aktie von Rheinmetall am Mittwoch noch für Furore gesorgt hatte, sich nach Kaufempfehlung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs im Xetra-Handel von zuvor 1.444 auf 1.581 Euro um 9,5 Prozent steigerte, war am letzten Handelstag vor Ostern die Luft raus. Nach einigem Auf und Ab verabschiedete sich die Rheinmetall-Aktie schließlich mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 1.570 Euro ins verlängerte Wochenende. Operativ hingegen ging es beim Konzern zuletzt Schlag auf Schlag.
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall mit gleich zwei neuen Partnerschaften
Erst Ende März hatten Rheinmetall und das spanische Technologieunternehmen Indra eine Vereinbarung zur weiteren Vertiefung ihrer strategischen Zusammenarbeit vor allem in der Fertigung von militärischen Fahrzeugsystemen für die europäischen und lateinamerikanischen Streitkräfte unterzeichnet. Als nächster Schritt soll noch in diesem Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, um an einer Ausschreibung der spanischen Armee für die Beschaffung von bis zu 3.000 Militär-Lastwagen teilzunehmen, hieß es. „Wir sprechen von einigen Milliarden Euro“, verdeutlichte Rheinmetall-CEO Armin Pappberger das Potenzial der Kooperation.
Anfang April kommt der Rüstungskonzern schon mit der nächsten um die Ecke: Rheinmetall und Boeing Australia haben laut Mitteilung ebenfalls eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel sei es, die MQ-28 Ghost Bat als ausgereifte Lösung für die geplante Beschaffung eines Collaborative Combat Aircraft (CCA) durch die Bundeswehr bis 2029 anzubieten.
- Die MQ-28 Ghost Bat von Boeing hat der Rheinmetall-Mitteilung zufolge bereits mehr als 150 Flüge absolviert
- Sie wurde für die Royal Australian Air Force sowie für weitere Verbündete entworfen, entwickelt und hergestellt
Rheinmetall: Multiplikator für die Luftstreitkräfte
Die MQ-28 Ghost Bat könne als weltweit führendes und bewährtes CCA an spezifische Anforderungen Deutschlands angepasst werden. Als solches fungiere das Flugzeug als Multiplikator für die Luftstreitkräfte. „Sie kann gemeinsam mit bemannten Flugzeugen für die entscheidende Kampfkraft in stark umkämpften Lufträumen sorgen“, glaubt man bei Rheinmetall.
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