„Nicht ohne Risko!“ – so war ein Artikel an dieser Stelle zum Wochenanfang überschrieben. Gemeint war dabei die mögliche Übernahme des Raumfahrt-Laserspezialisten Mynaric durch Rheinmetall. Doch die Warnung galt zugleich den Aktionären. „War der leichte Abschlag vom Freitag der Vorbote einer erneuten Korrektur?“, lautete die Frage, nachdem die Aktie vor dem Wochenende zunächst auf 1.762 Euro gestiegen, dann aber auf 1.739 Euro zurückgefallen war. Und was soll man sagen? Genau das ist passiert: Die Rheinmetall-Aktie notierte am Donnerstag zum Xetra-Handelschluss bei nur noch 1.674 Euro und damit fünf Prozent tiefer.
Quartalszahlen von Rheinmetall erst spät
Denn tatsächlich befinden sich die Börsen bei Rheinmetall noch immer quasi im Blindflug. Während die Berichtssaison längst begonnen hat, müssen sich Anleger beim Rüstungskonzern noch fast zwei Wochen gedulden. Erst am 11. März ist die Vorlage der jüngsten Quartalszahlen geplant. Und damit wird auch dann erst das Jahresergebnis von Rheinmetall bekannt sein.
- Dass sowohl Umsatz als auch Gewinn beim Düsseldorfer Konzern gestiegen sein werden, davon ist auszugehen
- Die Frage wird sein, in welchen Dimensionen sich die Zuwächse bewegen – und ob sich die Analystenerwartungen erfüllen
Anfang Februar hatte Rheinmetall in einem so genannten Pre-Close-Call ausschließlich vor ausgewählten Investoren eine erste Umsatzprognose für das laufende Jahr vorgestellt, die zwischen 13,2 Milliarden und 14,1 Milliarden Euro lag und damit hinter den Markterwartungen lag. Entsprechend hatten Analysten ihre Kursziele nach unten angepasst.
Nur ein Rheinmetall-Kursziel liegt unter 2000 Euro
Zur Wahrheit gehört allerdings, dass trotz Kürzungen fast alle Häuser Prognosen jenseits der Marke von 2000 Euro aufrufen – von JP Morgan bis zur UBS. Einzige Ausnahme: Das Analysehaus Warburg Research hatte das Kursziel für Rheinmetall vor Zahlen von 1770 auf 1700 Euro gesenkt. Doch selbst diese skeptische Prognose lässt bei der Aktie aktuell noch etwas Luft nach oben.
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