Rheinmetall hat einen wichtigen Meilenstein im milliardenschweren Wettbewerb um den Nachfolger des US-Schützenpanzers M2 Bradley erreicht. Die US-Tochter American Rheinmetall hat den ersten von insgesamt acht Prototypen des Lynx XM30 an die U.S. Army ausgeliefert. Der Prototyp wird nun unmittelbar in das staatlich geleitete Test- und Bewertungsprogramm überführt.
Rheinmetall-Aktie: Neuer Schützenpanzer für US-Militär
Der Lynx XM30 tritt im Programm der U.S. Army zur Entwicklung eines neuen Schützenpanzers an. Das Projekt befindet sich aktuell in den Phasen 3 und 4 des Entwicklungsprogramms (Engineering and Manufacturing Development), dessen Volumen rund 764 Millionen US-Dollar beträgt. Der Auftrag umfasst die digitale Entwicklung, den Bau der Prototypen und die Validierung des Gesamtsystems.
Matt Warnick, CEO von American Rheinmetall, bezeichnete die Auslieferung als wichtigen Schritt, da das Programm nun in eine sichtbarere und entscheidende Testphase eintrete. Noch in diesem Jahr sollen die sieben weiteren Fahrzeuge folgen.
Technisch basiert der Lynx XM30 auf der Lynx-Fahrzeugfamilie von Rheinmetall, wurde jedoch speziell nach den Anforderungen des US-Militärs entwickelt. Vorgesehen sind unter anderem ein unbemannter Turm mit 50-mm-Kanone, moderne Sensorsysteme, aktive Schutzsysteme sowie eine offene Systemarchitektur, die spätere Upgrades erleichtern soll.
Rheinmetall-Aktie: Riesige Wachstumschance in den USA
Für Rheinmetall ist der XM30-Wettbewerb von strategischer Bedeutung. Die U.S. Army plant langfristig den Ersatz tausender Bradley-Fahrzeuge. Entsprechend gilt das Programm als eines der wichtigsten Modernisierungsvorhaben der amerikanischen Landstreitkräfte.
Bemerkenswert ist zudem, dass Rheinmetall für das Projekt ein breites US-Industrienetzwerk aufgebaut hat. Zum Team Lynx gehören unter anderem Textron Systems, Raytheon, L3Harris, Allison Transmission und Anduril. Die Fertigung erfolgt in mehreren US-Bundesstaaten, wodurch die Chancen auf politische Unterstützung und spätere Serienaufträge steigen könnten.
Zur Einordnung: Neben dem von American Rheinmetall geführten Team Lynx konkurriert aktuell nur noch General Dynamics Land Systems (GDLS) mit einem eigenen Entwurf um den Auftrag für den Bradley-Nachfolger.
Frühere Teilnehmer wie BAE Systems, Oshkosh Defence und Point Blank Enterprises waren bereits in vorherigen Auswahlrunden ausgeschieden. Die U.S. Army lässt derzeit die Prototypen der verbliebenen Wettbewerber entwickeln und erproben, bevor voraussichtlich im Haushaltsjahr 2027 die Entscheidung über den Sieger fallen soll.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 01. September liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
