Rheinmetall-Aktie: Endgültig Richtung 1.000 Euro zusammengebrochen!?

Rheinmetall-Aktie fällt auf Jahrestief, obwohl der Auftragsbestand bei 73 Milliarden Euro liegt. Analysten sehen weiter Kurspotenzial.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt auf Jahrestief
  • Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 1970 Euro
  • Quartalsumsatz verfehlt Erwartungen

Liebe Leserinnen und Leser,

eine anspruchsvolle Woche steht nun an. Dies betrifft u. a. die Rheinmetall. Der Konzern ist mit seinen Wertpapieren an den Aktienmärkten schon wieder in Bedrängnis. Das Papier musste zum Wochenende am Freitag einen Verlust in Höhe von 2,03 % hinnehmen. Damit ist die Aktie je nach Börsenplatz auf etwa 1.120 Euro nach unten durchgereicht worden, nur noch rund 120 Euro über der magischen Marke von 1.100 Euro.

Dieser neue Kurs entspricht zudem fast exakt dem tiefsten Kurs seit vielen Monaten und vor allem in diesem Jahr. Mit anderen Worten: wer Zeichen sucht, etwa Charttechniker, wird fündig. Die Aktie ist im sehr klaren Abwärtstrend.

Die Zahlen sind sehr ungünstig für die Rheinmetall

Das unterstreichen auch die Statistiken zudem Konzern. In den zurückliegenden vier Wochen ist es für das Papier aus Düsseldorf inzwischen um 26,08 % abwärts gegangen. Dieser Verlust hat die ohnehin schon anhaltende Abwärtsfahrt der Aktie richtig beschleunigt.

Rheinmetall Aktie Chart

Damit sehen sich auch die technischen Analysten bestätigt. Die sehen seit Wochen einen Abwärtstrend. Inzwischen ist eine entscheidende Marke wie der GD200 für die langfristige Trend-Analyse schon ca. 600 Euro und damit über 50 % entfernt. Daraus lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen.

Entweder der Abwärtstrend ist inzwischen schon reichlich übertrieben. Rund 50 % Abstand würden exakt dafür sprechen. Oder aber die Märkte haben hier eine kaum noch zu stoppenden Trend nach unten begonnen. Für beide Sichtweisen gäbe es sicherlich Befürworter.

Die entscheidende Frage: Wie gerechtfertigt ist oder wäre denn ein solcher Abwärtsmarsch?

Das ist insofern erstaunlich, als das wirtschaftliche Umfeld für die Aktie an sich gut ist. Rheinmetall sollte derzeit bei einem Rekord-Auftragsbestand in Höhe von 73 Milliarden Euro im Vergleich zu einem Jahresumsatz von gut 14 Milliarden Euro an sich gut aufgestellt sein. Rein rechnerisch würde ein solcher Auftragsbestand auf dem aktuellen Niveau ca. 5 Jahre halten, ohne dass die Kapazitäten unausgelastet blieben.

Die Notierungen selbst berücksichtigen allerdings in keiner Weise die dafür jeweils eingegangenen neuen Kooperationen oder Projekte. Erst jüngst wurde ein Projekt in Rumänien fixiert. Dort soll es um einen Betrag von in etwa 3,4 Milliarden Euro gehen. Auch die Bundeswehr erteilt immer wieder Munitionsaufträge.

Mit der OHB zusammen scheint die Rheinmetall auszuloten, inwieweit der Weltraum mit Satellitensystemen für die Rüstung auszunutzen ist. Die Bundesregierung möchte für diese Anwendungen eigenen Worten nach 35 Mrd. Euro ausgeben.

Zudem gibt es nun den Wunsch oder die Vereinbarung mit der Telekom, im Kampf gegen Drohnen gemeinsam zu arbeiten. All solche Projekte finden an den Aktienbörsen derzeit keine Beachtung.

Die Börsen machen fast, was sie wollen

Rheinmetall dürfte vor allem darunter leiden, dass zuletzt die Umsatz-Erwartungen für das erste Quartal auf Basis einer Verschiebung des Quartalsumsatzes in einigen Projekten etwas unter den Erwartungen geblieben sind. Das heißt, die Rheinmetall konnte die Rechnungen nicht mehr so ausstellen, dass sie noch für das erste Quartal wirksam würden. Dies hat zu einer Enttäuschung bei den real ausgewiesenen Umsätzen geführt.

Die Umsätze, die dort verloren wurden, sollen allerdings im laufenden Jahr wieder eingeholt werden. Insgesamt wird der Konzern bei 14,2 Milliarden Euro Umsatz oder vielleicht etwas mehr gesehen. Dieser Gesamtumsatz ist aktuell noch immer auf dem Schirm der Rheinmetall. Das entspricht dann auch tatsächlich den ursprünglichen Erwartungen am Markt.

Einige der Analysten haben zuletzt auf Basis der oben genannten Korrekturen in den Quartalszahlen die Schätzungen zum Kursziel etwas reduziert. Allerdings ist die Aktie nach Meinung der Analysten insgesamt immer noch 1970 € wert, so die durchschnittliche Kurerwartung. Der Markt senkt den Daumen allerdings gegen über diesen Schätzungen derzeit noch etwas.

1.120 Euro entsprechen faktisch sehr klar einem Abwärtstrend. Diese Differenz zur Meinung der Analysten muss indes nicht zwangsläufig bedeutend sein. Denn die Analysten haben wie berichtet ihre Meinung kaum geändert. Und die sieht im Grunde auch einen möglichen Kursanstieg in Richtung von 2.000 Euro vor. Das wäre eine gigantische Entwicklung mit einem erheblichen Signal nach außen.

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