Für Rheinmetall ging es am gestrigen Donnerstag deutlich nach unten. Je nach Börsenplatz verlor das Papier zwischen 4,3 und 4,5 % und notierte zuletzt bei rund 1.012 Euro. Die Marktkapitalisierung beläuft sich damit auf etwas mehr als 50 Milliarden Euro. Am Freitag nun rückte das Papier dramatisch nach unten, zumindest aus Sicht der charttechnischen Analysten. Bei aktuell 996 Euro notiert das Papier intraday unter der brisanten 1000-Euro-Marke.
Rheinmetall ist aktuell wieder im Abwärtsflug!
Die jüngste Erholung nach dem kräftigen Kursrückgang der vergangenen Wochen ist damit zunächst wieder ins Stocken geraten. Zwar konnte sich die Aktie zwischenzeitlich deutlich von den Tiefständen lösen, ein nachhaltiger Ausbruch aus dem bestehenden Abwärtstrend ist bislang jedoch nicht gelungen.
Das Chartbild bleibt entsprechend angeschlagen. Seit den Höchstständen zu Beginn des Jahres zeigt sich insgesamt eine anhaltende Abwärtsbewegung, die durch den Kursrutsch nach dem verlorenen F126-Fregattenprojekt zusätzlich verstärkt wurde. Damals reagierte der Markt mit einem zweistelligen Kursverlust. Anschließend gelang zwar eine Erholung von den zwischenzeitlichen Tiefs unterhalb von 900 Euro auf zeitweise über 1.100 Euro, eine echte Trendwende konnte daraus bislang jedoch nicht entstehen.
Rheinmetall Aktie Chart
Der erneute Rückschlag am Mittwoch und Donnerstag deutet darauf hin, dass die Unsicherheit unter den Anlegern weiterhin groß ist. Kurzfristig dominiert damit erneut die Vorsicht, obwohl sich an den langfristigen Perspektiven des Unternehmens aus Sicht vieler Experten wenig geändert hat.
Das zeigt sich auch in den Analysteneinschätzungen. Berenberg hat das Kursziel zwar von 1.750 Euro auf 1.600 Euro reduziert, hält jedoch an ihrer positiven Einschätzung der Aktie fest. Selbst das niedrigere Kursziel liegt noch deutlich über dem aktuellen Börsenkurs und signalisiert aus Sicht der Analysten weiterhin erhebliches Aufwärtspotenzial.
Damit bleibt das Bild bei Rheinmetall zweigeteilt: Während das Chart kurzfristig weiter auf einen intakten Abwärtstrend hindeutet, sehen viele Analysten die fundamentalen Aussichten des Unternehmens nach wie vor positiv und trauen der Aktie auf längere Sicht eine deutliche Erholung zu.
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