Rheinmetall-Aktie: Eil-Meldung!

Die Rheinmetall-Aktie befindet sich in einem deutlichen Abwärtstrend, obwohl das Unternehmen volle Auftragsbücher und strategische Kooperationen vorweisen kann. Analysten sehen den Wert dennoch deutlich höher.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert deutlich im politisch belasteten Umfeld
  • Volle Auftragsbücher mit über 60 Milliarden Euro
  • Strategische Partnerschaft mit Indra für Militär-LKW
  • Ambitionierte Weltraumaktivitäten mit Milliardenpotenzial

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn die Rüstungsaktien wegen des Iran-Kriegs gefallen sein sollten (oder jedenfalls noch schwächer geworden sein sollten), dann kann es heute nach oben gehen. Donald Trump spricht von „sehr guten Gesprächen“ mit dem Iran und hat die Frist an die Führung im Iran noch einmal verschoben. Dies ist ein Zeichen, auf das die Börsen schon einmal (vor wenigen Tagen) sehr positiv reagierten. Die Rüstungsindustrie allgemein kann sich ggf. freuen, Rheinmetall sogar nochmal besonders. Denn:

Rheinmetall ist auch gestern noch einmal schwächer geworden. Die Düsseldorfer verlieren derzeit rund -4,2 % und sind auf einen Wert von nur noch 1424,40 Euro gesackt. Gründe gibt es sicherlich nicht im Unternehmen selbst, sondern schlicht im politischen Umfeld. Der Iran-Krieg eskaliert in den Szenarien langsam. Die Rüstungsbranche insgesamt ist u.a. betroffen. Die Aktie der Rheinmetall aber hat einen Abschlag hingenommen, der auch in der jüngeren Geschichte des Unternehmens bezogen auf das Kursniveau seinesgleichen sucht.

Wenn man es technisch formuliert, dann ist die Aktie sehr klar im Abwärtstrend. Das ist lange genug geleugnet worden. Die Notierungen haben zum mittelfristig bedeutenden GD100 einen Abstand von über 13%. Das ist an sich bereits eine Katastrophe. Dazu fehlen den Düsseldorfern derzeit zur 200-Tage-Linie schon über -16,4 %. Die Aktie hat damit einen Abwärtstrend erreicht, der sich auch im sogenannten RSL 130 dokumentiert.

Dies sind die Vorzeichen für fallende Kurse, wenn man ehrlich ist

Die Notierungen haben einen RSL 130-Wert von 0,84. Üblicherweise wären dies 1, wenn denn die Aktie in einem neutralen Umfeld wäre. Die Notierungen neigen aber nach Meinung der technischen Analysten offenbar zum klaren Abwärtslauf.

Alarmierend ist auch die Statistik: In den zurückliegenden vier Wochen ging es allein um gut 14 % abwärts. Die Aktie ist diesbezüglich kaum einzufangen.

Rheinmetall Aktie Chart

Die Perspektive wäre klar: Die Aktie müsste schon eine Gegenbewegung einleiten, wenn sie denn endlich die Wende schaffen möchte. Sonst sind Kursverluste bis auf weniger als 1.400 Euro deutlich wahrscheinlicher als eine Erholung. Spricht man mit Chartanalysten, sind sogar noch einmal deutlich höhere Abschläge für das Papier möglich.

Sie kann derzeit selbst wenig daran ändern!

Rheinmetall bleibt dabei nachrichtentechnisch aber ganz im Gegensatz zu diesem Horror in der Kursentwicklung noch immer obenauf. Zumindest steht dies zu erwarten. Eine Nachricht: Nun haben Rheinmetall und Indra aus Spanien eine „Absichtserklärung“ zur Gründung einer Gemeinschaftsunternehmung unterschrieben haben. Es geht um die mögliche Lieferung an bis zu 3.000 LKW für das Militär in Spanien.

Dieses Projekt war schon einmal vor einiger Zeit an die Oberfläche gekommen. Die Börsen hatten es damals beachtet und die Kurse weiter nach oben getrieben. Es ist aktuell allerdings nicht auszumachen, dass die Kurse sich davon im Geringsten beeindrucken lassen, wenn man die Augen vor dieser Wahrheit nicht verschließen möchte.

Neue Nachrichten gab es zuletzt zuhauf. Ein Beispiel wurde gestern zusätzlich bekannt: Deutschland und Australien wollen ihre militärische Zusammenarbeit ausbauen, hier wird ein „Frühwarnsystem im Weltraum“ vereinbart. Deshalb sei daran erinnert, was Rheinmetall vorhat: Ein Satelliten-System, für das es kürzlich Gespräche mit Airbus und OHB geführt worden sind.

Dieses Programm, so die Äußerungen aus dem Regierungsumfeld vor einigen Wochen, sei in Deutschland sogar über 35 Mrd. Euro schwer. Wenig verwunderlich möchte die Rheinmetall ihren Anteil an diesem großen Kuchen sicherlich bekommen. Die Weltraumaktivitäten sind damit ein wichtiger Meilenstein in der möglichen Unternehmensentwicklung.

Die Börsen verstehen die Aktivitäten vielleicht nicht richtig einzuordnen

Die Notierungen sind aktuell darauf nicht eingegangen. Dies spiegelt auch den Umgang mit zahlreichen anderen Nachrichten rund um die Rheinmetall wider. Es sieht nicht so aus, als würden die Börsen sich für die wirtschaftlichen Vorgänge interessieren. Sie lassen sich von Stimmungen leiten und derzeit entsprechend schwächen.

Auf der anderen Seite lässt diese Vorgehensweise jedoch auch Luft nach oben. Oder ganz konkret:

Es sieht damit so aus, als sollten die Düsseldorfer noch immer vergleichsweise unterbewertet sein.

Die Auftragsbücher sind und bleiben voll

Die Auftragsbücher jedenfalls seien, so der CEO Papperger, „prall gefüllt“. Jüngst war eine Zahl von über 60 Mrd. Euro genannt worden. In diesem Sinne ist der Wert aktuell interessant, denn der Jahresumsatz beläuft sich auf nur 14 bis 14,5 Mrd. Euro, so die Schätzung für das aktuelle Jahr. Damit wäre die Rheinmetall naheliegenderweise über Jahre ausgebucht!

Die Kurszielschätzungen der Analysten bleiben mit Blick auf solche Bewertungen ohnedies sehr hoch. Die Notierungen sind demnach über 2.100 Euro wert. Die Börsen folgen dieser Einschätzung nicht, sodass technische Bedenken bestehen, allerdings aktuell nur kurzfristig.

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