Rheinmetall-Aktie: Durchbruch nach oben!

Die Bundeswehr darf die Drohne für Ausbildung und Prüfungen nutzen; Rheinmetall arbeitet weiter an der vollständigen Musterzulassung.

Auf einen Blick:
  • HUSAR ist die Bundeswehr-Bezeichnung
  • Mehr als zwölf Stunden Flugzeit
  • Rund 200 Flugstunden bereits absolviert
  • Vollständige Musterzulassung noch in Arbeit

Rheinmetall erreicht bei seinem unbemannten Aufklärungssystem LUNA NG einen wichtigen Zulassungsmeilenstein. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr hat für die Militärdrohne eine vorläufige Verkehrszulassung erteilt. Damit darf die Bundeswehr das System bereits eigenständig für Ausbildungs- und Prüfzwecke betreiben.

Rheinmetall-Aktie: LUNA NG erhält vorläufige Zulassung

Die Bundeswehr führt LUNA NG unter der Bezeichnung HUSAR ein. Das Kürzel steht für „Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite“. Die Drohne ist für die länger andauernde luftgestützte Aufklärung sowie die Klassifizierung und Erkennung von Objekten in Echtzeit ausgelegt. Ihre Flugzeit liegt laut Rheinmetall bei mehr als zwölf Stunden.

Eine Besonderheit ist der Zulassungsprozess. Nach Angaben von Mike Schmidt, CEO der Business Unit Air Unmanned Space bei Rheinmetall, gelten dabei vergleichbare Maßstäbe wie bei großen Verkehrsflugzeugen. Kritische Komponenten wie Autopilot und sicherheitsrelevante Navigationssysteme mussten zudem von Rheinmetall selbst entwickelt und zugelassen werden.

Rheinmetall-Aktie: Rund 200 Flugstunden absolviert

Die LUNA NG hat im Rahmen ziviler Betriebsgenehmigungen bereits rund 150 Flüge mit insgesamt etwa 200 Flugstunden absolviert. Außerdem wurden erste Bediener und Prüfer der Bundeswehr für das System ausgebildet.

Die nun erreichte Genehmigung ist allerdings noch nicht der Schlusspunkt. Rheinmetall arbeitet parallel an der vollständigen Musterzulassung.

Zur Einordnung: Entscheidend ist, dass Rheinmetall bei der LUNA NG zivile Sicherheitsstandards berücksichtigt. Perspektivisch soll dies laut Unternehmen einen regulären Flugbetrieb auch über dicht besiedeltem europäischem Gebiet ermöglichen. Die vorläufige Zulassung beseitigt damit bereits eine wichtige regulatorische Hürde und bringt das HUSAR-Programm einen Schritt näher an den breiteren operativen Einsatz.

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