Der Dienstag war für Rheinmetall noch eine richtige Enttäuschung, zumindest an der Börse. Die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns hatten im Xetra-Handel zwischenzeitlich auf 1.571 Euro nachgegeben, verbesserten sich bis Handelsschluss dann immerhin wieder bis auf 1.611 Euro. Damit allerdings beendete die Rheinmetall-Aktie den Handelstag noch immer leicht im Minus. Am Mittwoch war das plötzöich ganz anders. Kam eine gute Nachricht mit Verspätung am Markt an?
Schweden odert Seasknake-Systeme bei Rheinmetall
Denn während die Aktie den Aschermittwoch mit einem Plus von 5,1 Prozent abschloss, sogar kurz an der Schwelle zu 1700 Euro kratzte, war die Neuigkeit bereits einen Tag alt: „Durchbruch für Seasnake“, war die Mitteilung aus dem Unternehmen vom Vortag überschrieben. Denn das jüngste NATO-Mitglied Schweden habe Rheinmetall mit der Lieferung von acht Waffensystemen vom Typ Seasnake 30 für die schwedische Marine beauftragt.
- Die Seasnake 30 ist laut Rheinmetall ein fernbedienbares Marineleichtgeschütz der neuesten Generation und dient der Nahbereichsverteidigung
- Zum System gehören demnach, neben der Waffe, moderne Tageslichtkameras, Infrarotsensoren sowie ein Laserentfernungsmesser
Die Systeme werden der Mitteilung zufolge die Hauptbewaffnung der neuen Schnellbote (Combat Boat 90) bilden; die Auslieferung des ersten Systems ist bis Februar 2028 vorgesehen. Der erste Abruf aus dem zugrundeliegenden Rahmenvertrag mit den Schweden hat laut Rheinmetall ein Volumen von rund 63 Millionen Euro und wurde bereits im Februar 2026 verbucht.
Rheinmetall hofft auf weitere Bestellungen
„Der Rahmenvertrag umfasst darüber hinaus Airburst-Munition sowie Übungsmunition im Kaliber 30 mm und hat in diesem Bereich eine Laufzeit von vier Jahren“, heißt es. Ebenso seien Ersatzteile und Serviceleistungen Bestandteil der Vereinbarung. Zusätzlich enthält der Vertrag eine Option auf bis zu 29 weitere Seasnake-Waffensysteme. Wirklich gezündet hat die Nachricht an der Börse aber offenbar mit reichlich Verspätung.
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