Einen sehr starken Tag hat Rheinmetall am Montag hinter sich gebracht. Die Düsseldorfer konnten sich um weitere 1,1 % nach oben schieben. 1.214 Euro zeigen die Kurstafeln an. Das ist bei Weitem noch kein Durchbruch, insofern die Aktie seit Jahresbeginn immer noch mit minus 23,2 % im Hintertreffen liegt.
Allerdings wird die Statistik erfreulicher, wenn man sich die vergangenen vier Wochen ansieht. Da hat die Aktie inzwischen 24 % zugelegt. Die formalen Bedingungen für einen Aufwärtstrend sind noch nicht ganz erfüllt. Der Aktie fehlen sicherlich insgesamt rund 200 Euro, um die wichtigsten technischen Trendindikatoren nach oben zu drehen.
Allerdings hat sich inzwischen ein deutliches Polster zur charttechnischen Unterstützung bei 1.000 Euro gebildet. Rheinmetall sollte also hier mehr Power entwickeln, als dies in den vergangenen Wochen absehbar war.
Der Trend zeigt mittlerweile recht deutlich nach oben
Die schwächste Phase war eingetreten, als die Bundesregierung den F126-Fregattenauftrag Ende Juni zurückgezogen hatte. Rheinmetall selbst hatte allerdings schon auf die Bremse getreten, was die Auswirkungen betrifft. Der Umsatz würde im laufenden Jahr um bis zu 300 Millionen Euro schwächer ausfallen als gedacht, wenn es keine Kompensation gäbe.
Das hat sich in den Quartalszahlen dann auch so gezeigt. Die Umsatzprognosen sind kaum schwächer geworden. Das Unternehmen hatte vor circa zehn Tagen seine Quartalszahlen formal endgültig präsentiert und dabei vor allen Dingen den Auftragsbestand hervorheben können. Der liegt bei über 80 Milliarden Euro und ist ein neuer Rekordauftragsbestand für Rheinmetall.
Das Unternehmen hat sogar prognostiziert, dass es zum Jahresende ein Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro geben könnte, bei einem erwarteten Jahresumsatz in Höhe von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Hier zeigt sich, wie hoch der Auftragsbestand im Vergleich zum tatsächlich realisierten Umsatz wachsen kann.
Hier bleibt das einzige Problem, dass Rheinmetall die Kapazitäten bereitstellen muss. Genau hieran scheiterte teilweise das Vertrauen der Märkte. Dennoch arbeitet sich die Aktie langsam deutlich wieder nach vorne. Dabei helfen auch Vorgänge wie am gestrigen Montag: Rheinmetall erhielt von der Bundeswehr einen Auftrag mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro. Dafür müssen die Düsseldorfer mobile Rettungsstationen liefern. Der Summe nach ist der Auftrag überschaubar, aber Rheinmetall demonstriert erneut, dass das Unternehmen auch jetzt noch bestens im Geschäft ist. Tatsächlich ist der Auftrag eher ein Abruf aus einem bestehenden Rahmenvertrag. Aber immerhin: Rheinmetall erhält weiter Aufträge.
Rheinmetall Aktie Chart
Das sehen auch Analysten mit ihren deutlich höheren Kurszielen.
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