Die Aktie von Rheinmetall hat nach langer Durststreckecke erstmals wieder eine Woche deurlich im Plus beendet. Ausgehend von 1.611 Euro noch zum Xetra-Handelsende am Freitag der Vorwoche ging es mit den Papieren des Rüstungskonzerns bis zu diesem Wochenende auf 1.740 Euro aufwärts, ein Plus von acht Prozent. Möglicher Hintergrund: Nach einer Seasnake-Auftragsmeldung aus Schweden vom Dienstag, machte Rheinmetall vor dem Wochenende bereits die nächste Großbestellung bekannt.
Großes „Luchs 2“-Auftragspaket für Rheinmetall
Denn General Dynamics European Land Systems (GDELS) habe Rheinmetall ein umfangreiches Auftragspaket für das Spähfahrzeug „Luchs 2“ der Bundeswehr erteilt, wie das Unternehmen am Freitag vermeldete. Der Hauptauftragnehmer beauftragte die Düsseldorfer demnach mit der Lieferung des Mittelkaliber-Turm CT-025, der Maschinenkanone Oerlikon KBA 25 sowie modernen Simulatoren.
- Ein entsprechender Vertrag wurde Anfang Februar 2026 in Kaiserslautern gezeichnet
- Der Gesamtauftragswert liegt demnach im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich
Der größte Anteil des Luchs-2-Auftragspaketes wird laut Mitteilung durch die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen erfüllt. So werden bis 2031 zunächst 274 CT-025-Türme geliefert – „der erste Großauftrag für dieses neu entwickelte modulare, unbemannte Turmsystem“, wie man betont. Der neu entwickelte Rheinmetall-Turm bildet demnach eine technologische Basis-Plattform für unterschiedliche Einsatzprofile und vereint hohe Einsatzfähigkeit mit maximaler Anpassung an die operativen und logistischen Erfordernisse.
Ein Erfolg für Rheinmetall-Standorte Bremen und Rom
„Wir sind dankbar für das Vertrauen seitens GDELS und der Bundeswehr in unsere Produkte und Fähigkeiten“, sagte Timo Haas, Leiter der Division Digital Systems bei Rheinmetall. Das Luchs 2-Auftragspaket sei „ein bedeutender Erfolg für den Standort Bremen sowie unsere Kolleginnen und Kollegen in Rom“. Zugleich sei es laut Haas ein „starkes Signal“ für die europäische Rüstungskooperation. An der Börse kam dieses offenbar ebenfalls an.
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