Rheinmetall-Aktie: Das war ganz knapp!

Am Donnerstag fiel die Rheinmetall-Aktie zunächst nah an ihr Jahrestief – und drehte dann ins Plus. Hat eine Nachricht des Rüstungskonzerns das Schlimmste verhindert?

Auf einen Blick:
  • Die Rheinmetall-Aktie war am Donnerstag bis auf 909 Euro zurückgefallen
  • Das Jahrestief war damit ganz nah, doch dann drehte der Rüstungstitel ins Plus
  • Möglicher Grund: Der Konzern hat seine Finanzbasis für weiteres Wachstum gestärkt
  • Die Kreditlinie wurde von 750 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro glatt verdoppelt

Die Aktie von Rheinmetall, seit längerem bereits im schleichenden Ausverkauf, schien sich in der zweiten Oktoberwoche ihrem Jahrestief von 900 Euro aus dem Juni zu nähern: Von 987 Euro noch am Dienstag im Xetra-Handel waren die Papiere am Donnerstagvormittag bis auf 909 Euro zurückgefallen. Dann allerdings kam es zur Trendwende, die Rheinmetall-Aktie verbesserte sich zwischenzeitlich bis auf 943 Euro, das Schlimmste war gerade noch einmal abgewendet. Gut möglich, dass eine Nachricht aus Düsseldorf die Anleger wieder etwas positiver gestimmt hat.

Rheinmetall verdoppelt Kreditlinie auf 1,5 Milliarden

Denn wie das Unternehmen am Morgen mitteilte, stärkt Rheinmetall seine Finanzbasis für weiteres Wachstum. Der Konzern habe seine bestehende syndizierte Kreditlinie vorzeitig erneuert und das Volumen von bislang 750 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt. Gleichzeitig habe Rheinmetall seinen Kernbankenkreis strategisch neu aufgestellt und um weitere internationale Bankpartner erweitert.

„Mit der neuen Kreditlinie schafft Rheinmetall zusätzlichen finanziellen Handlungsspielraum und richtet seine Finanzierungsstruktur frühzeitig auf das erwartete weitere Wachstum des Konzerns aus“, heißt es in der Mitteilung. Die Transaktion stärke zugleich die langfristige Zusammenarbeit mit den bestehenden Kernbanken und erweitere das Bankennetzwerk gezielt um strategische Partner. Um welche Institute es sich dabei handelt, teilte Rheinmetall nicht mit.

  • Die neue Kreditlinie ersetzt die bisherige Kreditfazilität und steht Rheinmetall für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung
  • Bereits im Mai 2026 hatte das Rüstungsunternehmen erfolgreich eine Anleihe über 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt platziert

Rheinmetall auf „dynamischem Wachstumskurs“

Nach der erfolgreichen Anleiheemission im Mai sei dies „ein weiterer wichtiger Schritt, unsere Finanzierungsstruktur konsequent auf das zukünftige Wachstum von Rheinmetall auszurichten“, so Klaus Neumann, CFO der Rheinmetall AG. Das Unternehmen befinde sich auf einem dynamischen Wachstumskurs, versichert er. An der Börse allerdings hat sich das bis zuletzt nicht gezeigt, aller guten Nachrichten und hohen Kurszielen zum Trotz.

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