Die Aktie von Rheinmetall befand sich am Mittwoch zunächst weiter im freien Fall. Ausgehend von ohnehin bescheidenen 1.190 Euro zum Ende des Xetra-Handels am Dienstag, rutschten die Papiere des Rüstungskonzerns im Laufe des Vormittags ab bis auf 1.158 Euro – ein weiteres Minus von 2,7 Prozent. Doch dann fing sich die Rheinmetall-Aktie, dämmte ihre Verluste immerhin etwas ein. Für einen Ausbruch aber reichte es nicht, trotz der Bestätigung einer wahrlich bedeutenden Nachricht.
Rheinmetall Aktie Chart
Rheinmetall bestätigt Großbestellung aus Rumänien
Denn bereits am Wochenende hatte das Fachmagazin hartpunkt.de davon berichtet, dass sich Rumänien Schützenpanzer und Flugabwehrsysteme von Rheinmetall im Gesamtwert von fast 5 Milliarden Euro liefern lasse. Der Bericht bezog sich auf eine Pressemitteilung des rumänischen Verteidigungsministeriums vom 29. Mai. Am Mittwoch nun bestätigte der Konzern den Auftrag. Mehr als das:
- Rheinmetall habe „das größte internationale Auftragspaket der jüngeren Unternehmensgeschichte erhalten“, hieß es
- Die Aufträge belaufen sich der Mitteilung zufolge auf einen Gesamtwert von sogar 5,7 Milliarden Euro
Die entsprechenden Verträge zur Fertigung von Gefechtsfahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Munition und Munitionskomponenten sowie von vier Marineschiffen „wurden jetzt unterzeichnet“, wie es heißt. Rheinmetall werde zur Realisierung der Aufträge seine bereits seit vielen Jahren in Rumänien vorhandenen Kapazitäten deutlich ausweiten und auch einen Technologietransfer gewährleisten.
Rheinmetall investiert hunderte Millionen
Ein Großteil der Wertschöpfung erfolgt demnach in dem NATO- und EU-Mitgliedstaat. Rheinmetall werde dafür Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro in Rumänien vornehmen. Rumänien gehört bereits zu den Heimatmärkten Rheinmetalls. So sei das Tochterunternehmen Rheinmetall Automecanica mit Sitz in Medias seit vielen Jahren aktiv. Die jetzt erteilten Großaufträge werden darüber hinaus auch an anderen Standorten durchgeführt werden. Die Auslieferungen beginnen 2028 und sollen bis 2030 abgeschlossen sein.
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