Bernstein Research hat Rheinmetall gestern Medienberichten zufolge von „Outperform“ auf „Market-Perform“ herabgestuft. Das Analysehaus senkte nach der Gewinnwarnung zugleich sein Kursziel von 1.200 auf 1.000 Euro.
Analysten reagieren auf schwächere Erwartungen
Auch JPMorgan reagierte am Donnerstag auf die Prognoseanpassung. Medienberichten zufolge senkte das Haus sein Kursziel von 1.350 auf 1.150 Euro und beließ die Einstufung bei „Neutral“.
Die Aktie verlor gestern 1,4% und schloss bei 818,00 €. Damit lag der Schlusskurs unter dem von Bernstein genannten Kursziel.
Rheinmetall hatte am Mittwoch seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 auf rund 13,2 Mrd. Euro gesenkt. Zuvor hatte das Unternehmen 13,7 bis 14,2 Mrd. Euro erwartet.
Die operative Marge soll rund 18,5% statt rund 19% erreichen. Als Gründe nannte Rheinmetall die voraussichtliche Verschiebung der Beauftragung im Boxer-Projekt Arminius und Verzögerungen bei Losabnahmen für Artilleriemunition.
Nach Unternehmensangaben verschieben sich dadurch Umsätze und Anzahlungen teilweise ins Jahr 2027. Der operative Free Cashflow soll positiv bleiben; das bisher erwartete Cash-Conversion-Ziel von über 40% entfällt.
Quartalszahlen zeigen hohe Mittelabflüsse
Am Donnerstag meldete Rheinmetall für das dritte Quartal 2026 ein operatives Ergebnis von 553 Mio. Euro. Die operative Marge betrug 17,5%.
In den ersten neun Monaten erreichte der Umsatz 8.376 Mio. Euro, das operative Ergebnis lag bei 1.339 Mio. Euro. Der operative Free Cashflow dieses Zeitraums betrug minus 1.698 Mio. Euro.
Rheinmetall plant seinen Kapitalmarkttag in Hamburg für den 26. bis 27. November. Medienberichten zufolge wird dort eine Aktualisierung der Unternehmensziele erwartet.
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