Rheinmetall-Aktie: Breaking News!

Schwache Kurse treffen auf mögliche Großaufträge, während Anleger auf eine Erholung des zuletzt negativen Free Cashflows warten.

Auf einen Blick:
  • Aktie notiert bei 962,55 Euro
  • Arminius-Programm könnte bis zu 45 Milliarden Euro umfassen
  • Entscheidung zum Projekt möglicherweise im Dezember
  • Zuletzt negativer Free Cashflow ausgewiesen

962,55 Euro und ein Verlust von -0,39 % lassen die Düsseldorfer von Rheinmetall aktuell noch immer rätseln. Die Notierungen bleiben auch für den Mittwoch viel schwächer, als sich die meisten Beobachter überhaupt hätten träumen lassen. Inzwischen fehlen gut 37 Euro bis zur Marke von 1.000 Euro und Chartanalysten verweisen darauf, dass zumindest die Marke von 960 Euro jetzt halten sollte. Sonst wird es richtig eng. Also ist heute ein extrem wichtiger Tag.

Für eine größere Trendwende müsste die Aktie inzwischen mehrere hundert Euro aufholen. Der Rückstand auf die wichtige 200-Tage-Linie beläuft sich derzeit auf über 28 %. Das ist zu viel.

Rheinmetall fast ausschließlich stimmungsbedingt so weit hinten

Neue Nachrichten schaffen es derzeit kaum, den Kurs zu bewegen. Dabei waren die jüngsten Meldungen keineswegs schlecht. Rheinmetall möchte gemeinsam mit Mercedes Benz UK bei den Landmobilitätsprogrammen der British Army punkten. Hier geht es um mögliche große Aufträge für die kommenden Jahre.

Auch aus Deutschland stehen weitere Programme an. Dazu gehört das Arminius Projekt, bei dem Rheinmetall beteiligt ist. Das mögliche Gesamtvolumen wird mit bis zu 45 Milliarden Euro beziffert. Eine Entscheidung könnte im Dezember fallen. Für Rheinmetall könnte daraus ein beträchtliches Auftragsvolumen entstehen.

An der Börse spielen solche Aussichten derzeit kaum eine Rolle. Die Aktie findet bislang keinen Boden und ein Turnaround ist im Kurs nicht zu erkennen.

Ein Belastungsfaktor bleiben die hohen Zinsen. Der Markt stellt sich die Frage, ob steigende Finanzierungskosten die staatlichen Verteidigungsprogramme in den kommenden Jahren bremsen könnten. Das betrifft nicht den vorhandenen Auftragsbestand, wohl aber die Geschwindigkeit, mit der weitere Großaufträge vergeben werden.

Hinzu kommt der Cashflow. Rheinmetall hatte zuletzt einen negativen Free Cashflow ausgewiesen. Das Unternehmen begründete dies unter anderem mit dem Aufbau von Vorräten für die steigende Produktion und bevorstehende Lieferungen. Die Börse wartet nun darauf, dass sich diese Position wieder verbessert.

Rheinmetall Aktie Chart

Die Analysten lassen sich von diesen Punkten bislang kaum beeindrucken. Die durchschnittlichen Kursziele bewegen sich weiterhin in einer Größenordnung zwischen 1.600 Euro und 1.700 Euro. Die höchsten Schätzungen reichen sogar über 2.000 Euro. Gewaltig, aber weit entfernt.

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