Rheinmetall-Aktie: Es bleibt Irrsinn!

Rheinmetall überwindet die 1.000-Euro-Marke, bleibt aber charttechnisch im Abwärtstrend. Analysten sehen weiteres Potenzial, erwarten neue Impulse.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt um 1,0 Prozent
  • Marke von 1.000 Euro zurückerobert
  • Charttechnisch weiterhin Abwärtstrend
  • Quartalszahlen am 6. August erwartet

Für die Aktie von Rheinmetall sieht es in diesen Tagen weiterhin nicht ganz einfach aus. Die Notierungen des Düsseldorfer Rüstungskonzerns haben allerdings immerhin einen Kursgewinn von 1,0 % erzielt, der Chartanalysten ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert. Rheinmetall hat die Marke von 1.000 Euro nun etwas deutlicher hinter sich gelassen, sie kommt auf einen Kurs von 1026,60 Euro.

Damit befindet sich das Papier kurzfristig weiter auf dem Weg nach oben. In den vergangenen fünf Handelstagen ist die Aktie um 4,3 % gestiegen. Das ist indes bei weitem nicht genug:

Nach Einschätzung vieler Analysten sollte man sich davon allerdings nicht täuschen lassen. Aus ihrer Sicht besteht zwar weiterhin erhebliches Kurspotenzial, charttechnisch befindet sich Rheinmetall jedoch nach wie vor in einem übergeordneten Abwärtstrend.

Chartanalysten waren zufrieden

Für Chartanalysten ist es dennoch wichtig, dass die Marke von 1.000 Euro zurückerobert werden konnte. Die maßgeblichen Trendindikatoren liegen allerdings noch deutlich über dem aktuellen Kurs. Der Abstand zur 100-Tage-Linie beträgt rund 9,4 %, zur 200-Tage-Linie etwa 30,4 %. Trotz des Kursgewinns von 9,8 % innerhalb der vergangenen vier Wochen befindet sich die Aktie damit technisch weiterhin in einem Abwärtstrend.

Rheinmetall Aktie Chart

Derzeit fehlt es schlicht an neuen Impulsen, die den gesamten Rüstungssektor und damit auch Rheinmetall kurzfristig weiter antreiben könnten. Die Nachrichtenlage hat sich zuletzt etwas beruhigt.

So wird zwar weiterhin geprüft, eine Werft zu übernehmen, nachdem TKMS daran offenbar kein Interesse mehr hat. Eine offizielle Entscheidung steht allerdings noch aus. Darüber hinaus hat Rheinmetall angekündigt, den Pulverwerkstandort Aschau auszubauen. Diese Nachricht wurde an den Börsen zwar positiv aufgenommen, sie reicht jedoch bislang nicht aus, um einen nachhaltigen Kursschub auszulösen.

Die Märkte bleiben vor allem mit Blick auf die Fähigkeit der Rüstungsindustrie vorsichtig, die Produktionskapazitäten schnell genug auszubauen. Bei Rheinmetall wurde zudem zuletzt immer wieder über einen möglichen Druck auf den Free Cashflow diskutiert.

All diese Fragen dürften am 6. August erneut im Mittelpunkt stehen. Dann wird Rheinmetall seine Quartalszahlen vorlegen. Erst dann wird sich zeigen, inwieweit diese Themen die Geschäftsentwicklung tatsächlich beeinflussen.

Kurzfristig hat sich das charttechnische Bild allerdings verbessert. Entscheidend war, dass die Aktie die Marke von 1.000 Euro wieder hinter sich lassen konnte.

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