Der Rüstungskonzern Rheinmetall bewegt sich zum Start in das Schlussquartal in einem von spürbarer Konsolidierung geprägten Marktumfeld. Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 959,80 Euro. Damit verzeichnet der DAX-Titel seit Jahresanfang einen Rückgang von 38 Prozent.
Während der Aktienkurs in den vergangenen Monaten deutlich von seinen früheren Höchstständen zurückgekommen ist, treibt das Unternehmen seine operativen Vorhaben über verschiedene Sparten hinweg voran. Neben militärischem Großgerät rücken zunehmend spezialisierte Elektronik- und Zulieferprojekte in den Fokus.
Breites Programm von Landsystemen bis Hochtechnologie
Einen technologischen Akzent setzte am 22. September die Tochtergesellschaft Pierburg Pump Technology GmbH. Für das Projekt NanoLink erhält der Zulieferer rund 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung industrieller Produktionsprozesse für neuartige Kondensatoren, wobei das geplante Gesamtvolumen der Investitionen über 4,4 Millionen Euro liegt.
Parallel dazu meldeten die Rheinmetall Electronics GmbH und die Rheinmetall Landsysteme GmbH am selben Tag das erfolgreiche Absolvieren des Werksabnahmetests für ein neues Ausbildungsgerät.
Der Simulator für den schweren Waffenträger Infanterie soll die Schulung der Truppe bereits parallel zur laufenden Systementwicklung ermöglichen. Zudem erprobte der Konzern bei der NATO-Übung in Portugal vernetzte unbemannte Systeme zur Sicherung von Häfen und kritischer maritimer Infrastruktur.
Diese Vorhaben unterstreichen die Strategie des Konzerns, die Wertschöpfung neben klassischen Wehrtechnik-Lieferungen um vernetzte Sensorik, Simulation und elektronische Schlüsselkomponenten zu erweitern.
Zukauf aus der Führung und Analystenstimme
Ein Signal des Managements gab es zu Beginn der Woche. Am Dienstag erwarb der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger über eine meldepflichtige Transaktion Rheinmetall-Aktien für ein aggregiertes Kaufvolumen von 498.947,80 Euro auf eigene Rechnung.
Auf Analystenseite gab es zuletzt Rückendeckung für den DAX-Konzern. Am 25. September bestätigte das Analysehaus Berenberg seine Einstufung für die Rheinmetall-Aktie mit „Buy“ und beließ das Kursziel bei 1.600 Euro. Die Experten sehen das Papier damit fundamental weiterhin deutlich über dem aktuellen Bewertungsniveau angesiedelt.
Fokus auf den November-Termin
Für die Marktteilnehmer richtet sich das Augenmerk nun auf den nächsten regulären Finanztermin. Am 5. November legt Rheinmetall die Mitteilung zum dritten Quartal für den Berichtszeitraum von Januar bis Ende September vor.
Die Zwischenbilanz dürfte Aufschluss darüber geben, in welchem Maße der hohe Auftragsbestand in Umsatz und operativen Ertrag überführt werden konnte. Bis zur Veröffentlichung der Neunmonatszahlen dürfte das Zusammenspiel aus operativer Abarbeitung und allgemeiner Branchenstimmung die Richtung der Aktie vorgeben.
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