Rheinmetall-Aktie: Angst vor dem Knall!

Der Kurs gab nach, während Analysten im Schnitt 1.641,29 Euro ansetzen; Kapazitätsausbau und Antimonversorgung bleiben Herausforderungen.

Auf einen Blick:
  • Aktie verlor seit Jahresbeginn 37,07 Prozent
  • Auftragsbestand über 80 Milliarden Euro
  • Munitionsproduktion soll bis 2030 wachsen
  • Berenberg bestätigt Kaufempfehlung und Kursziel

Die Rheinmetall-Aktie ist wieder unter die Marke von 1.000 Euro gerutscht. Am Freitag schloss sie bei 982,40 Euro und verlor 0,77 %. Innerhalb einer Woche beträgt das Minus 2,91 %, im laufenden Monat 11,56 %. Seit Jahresbeginn hat der Titel inzwischen 37,07 % verloren. Nach dem erneuten Rückschlag wird damit auch die Frage lauter, wie weit die Korrektur noch reichen kann. Selbst Kurse unter 800 Euro werden inzwischen diskutiert.

800 Euro wären ein unfassbares Problem

Immerhin: Rheinmetall will allein die Jahresproduktion von 155-Millimeter-Geschossen bis 2030 auf rund 1,5 Millionen Stück erhöhen. Neue Werke, Produktionslinien und technische Anlagen müssen dafür finanziert und aufgebaut werden. Steigende Zinsen werden aber gerade für kapitalintensive Industrie- und Technologieunternehmen zum Problem, weil sich solche Investitionen verteuern.

Bei Rheinmetall kommt die Sorge hinzu, ob der geplante Kapazitätsaufbau schnell genug gelingt und größere Versäumnisse vermieden werden können. Ein Auftragsbestand von mehr als 80 Milliarden Euro sichert zwar viel Geschäft, die Bestellungen müssen aber auch produziert und ausgeliefert werden. Je stärker die Nachfrage wächst, desto wichtiger wird deshalb die Fähigkeit, Werke, Personal und Lieferketten im erforderlichen Tempo auszubauen.

Eine zusätzliche Grenze setzt die Rohstoffversorgung. Für die geplanten Munitionsmengen benötigt Rheinmetall unter anderem Antimon. Das Spezialmetall wird verwendet, um Bleilegierungen für Munition zu härten, und kommt außerdem in Sensorik und Flammschutzmitteln zum Einsatz. China kontrolliert einen großen Teil der weltweiten Lieferkette und hat seine Ausfuhren stärker reguliert. Rheinmetall baut deshalb Sicherheitsbestände auf und behandelt Antimon als strategischen Risikofaktor.

Gerade beim Rohstoff lässt sich das Angebot nicht im gleichen Tempo erhöhen wie die Fertigung. Neue Produktionslinien können innerhalb weniger Monate entstehen, die Erschließung zusätzlicher Rohstoffvorkommen dauert dagegen häufig viele Jahre. Das Pentagon unterstützt deshalb in den USA Projekte für eine eigene Antimonversorgung, darunter das Stibnite-Projekt von Perpetua Resources. In Bosnien und Herzegowina hat Yugo Metals bei Bohrproben neben Gold und Kupfer ebenfalls Antimon nachgewiesen.

Am Ende aber bleiben die Analysten dennoch aktuell sehr zuversichtlich!

Berenberg bestätigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 1.600 Euro. Insgesamt kommen die Analysten im Durchschnitt auf 1.641,29 Euro.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 27. September liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)