Eine schlechte Phase verlebt derzeit schon wieder die Düsseldorfer Rheinmetall. Die Notierungen waren gestern um mehr als 5,5 % nach unten gerauscht. Die Aktie kommt auf einen Schlusskurs in Höhe von 1461,40 Euro.
Damit ist sie insgesamt in einen noch einmal klareren Abwärtstrend gerutscht. Auslöser des neuerlichen starken Rückgangs könnte der Umstand sein, dass inzwischen spekuliert wird, in der Ukraine könne es bald einen Frieden-Schluss geben. Damit ist aus neutraler Sicht offensichtlich nicht ohne weiteres zu rechnen. Immerhin aber gab es dort jetzt den Beschluss, über die Ostertage im orthodoxen Osten eine Waffenruhe zu vereinbaren.
Rüstungsunternehmen leiden unter „Frieden“
Solche Stimmungskiller scheinen vor allem an den Rüstungsmärkten ihre Spuren zu hinterlassen. Die Aktie der Rheinmetall hat derzeit also wie auch andere Rüstungsunternehmen damit zu kämpfen, dass die Märkte stimmungstechnisch nicht in der Lage sind, die wirtschaftliche Wachstums-Chance der Branche zu erfassen.
Rheinmetall wird bis zum Jahr 2030 basierend auf den heutigen Zahlen den Umsatz wahrscheinlich mehr als verdreifachen. Es ist zu erwarten, dass zwischen 40 und 45 Milliarden Euro Umsatz generiert werden können.
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen selbst zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro. Bei Netto-Gewinnmargen in Höhe von deutlich über 10 % werden also auch die Gewinne deutlich nach oben laufen. Das schlägt sich an sich nieder in der mittelfristigen und der langfristigen Bewertung, so dass die Aktie derzeit vergleichsweise günstig erscheint.
Rheinmetall Aktie Chart
Dies sehen allerdings nur die Analysten so. Die erwarten immer noch Kurse von deutlich mehr als 2000 Euro. Der Markt hat hier klar die Kurse an die jeweilige politische Entwicklung gekoppelt. Demnach ist die Aktie zweifellos in einem Abwärtstrend. Dabei gab es zuletzt eine Stimmen, die sogar einen Kurs von 1.000 Euro für möglich hält oder hielt!
Möglicherweise allerdings ist sie auch ein Fall für Schnäppchenjäger, mutmaßen einige Beobachter.
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