Nach einem Horrorstart in die Börsenwoche, als die Aktie von Rheinmetall bis auf 1.427 Euro einbrach, folgte die vorübergehende Entspannung: Gegen Mittag europäischer Zeit verkündete US-Präsident Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, dass die USA alle Angriffe auf die iranischen Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für fünf Tage aussetzen würden. Die Börsen reagierten erleichtert, aus einem Minus wurde ein Plus. Und auch die Rheinmetall-Aktie profitierte, aber nur kurz.
Analysten mit hohem Kursziel für Rheinmetall-Aktie
Denn tatsächlich schoben sich die Anteilscheine des Rüstungskonzerns am Montag im Xetra-Handel nach der vermeintlichen Entwarnung für die Rohstoffmärkte zunächst auf 1.528 Euro und damit leicht ins Plus. Bis zum Abend allerdings rutschte die Rheinmetall-Aktie deutlich ins Minus, 1.483 Euro standen zum Handelsschluss noch auf dem Kurszettel. Am Dienstag geht es weiter abwärts auf aktuell 1.472 Euro, den tiefsten Stand seit Ende November. Die ganzen Analysten-Prognosen, sie sind alle nichts wert.
Diese hatten nach den Zahlen von Rheinmetall am 11. März fast alle die Aktie weiter zum Kauf empfohlen, mit Kurszielen jenseits der 2000 Euro. Eine Auswahl:
- JP Morgan: 2130 Euro, +43,63%
- Berenberg Bank: 2100 Euro, +41,60%
- Bernstein Research: 2050 Euro, +38,23%
- Goldman Sachs: 2300,00 Euro, +55,09%
Kaufempfehlungen für Rheinmetall zur falschen Zeit
Zur Erinnerung: Direkt vor der Bilanz war die Rheinmetall-Aktie bei 1.653 Euro gehandelt worden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Papiere wieder in diese Richtung bewegen werden, auch das Überschreiten der 2000 Euro ist nicht ausgeschlossen. Allerdings: Wer dem Rat der selbst ernannten Experten gefolgt sein sollte, hat in jedem Fall den falschen Einstiegszeitpunkt gewählt. Ob dieser jetzt gekommen ist? Es bleibt reine Spekulation. Dafür sind die Aktienmärkte weltweit zu sehr abhängig von einem völlig unzurechnungsfähigen US-Präsidenten. Niemand kann vorhersagen, was Donald Trump als nächstes anrichten wird. Auch kein Analyst.
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